Glossar

Orient-Glossar: Begriffe für deine Reise einfach erklärt

Hier findest du 50 Begriffe, die dir auf einer Reise in den Orient ständig begegnen, von Medina und Souk über Wadi und Oase bis Iftar und Halal. Jeder Begriff hat eine kurze Erklärung und eine eigene Seite mit Aussprache, Beispielen und Abgrenzung.

Auf einen Blick

Umfang50 Begriffe in fünf Gruppen
GruppenStadt und Architektur, Wüste und Natur, Alltag und Kultur, Essen und Trinken, Religion und Feste
Je BegriffKurzdefinition und eigene Seite mit Beispielen
Schreibweisewie die offiziellen Tourismusbehörden vor Ort
LänderVAE, Oman, Katar, Bahrain, Jordanien, Saudi-Arabien, Ägypten, Tunesien, Türkei, Marokko
Auf dieser Seite

Wer zum ersten Mal in Marrakesch, Muscat oder Kairo unterwegs ist, stolpert schnell über Wörter, die kein Wörterbuch erklärt: Ein Riad ist kein Hotel, eine Kasbah keine Altstadt, und ein Wadi ist trocken, bis es plötzlich nicht mehr trocken ist. Das Orient-Glossar erklärt diese Begriffe einfach und kurz, damit du Wegweiser, Speisekarten und Tourbeschreibungen besser verstehst.

Die 50 Begriffe sind in fünf Gruppen sortiert: Stadt und Architektur, Wüste und Natur, Alltag und Kultur, Essen und Trinken sowie Religion und Feste. Unter jedem Begriff steht eine knappe Erklärung, ein Klick führt zur ausführlichen Seite mit Aussprache, Herkunft, Beispielen aus mehreren Ländern und einer Abgrenzung zu Begriffen, die oft verwechselt werden. Wenn du gerade erst mit der Planung anfängst, hilft dir außerdem der Ratgeber Orient-Reise planen.

Stadt und Architektur

Bazar

Das persische Wort für Markt, im Deutschen auch Basar geschrieben. Gemeint sind überdachte Märkte wie der Große Basar in Istanbul. In arabischen Ländern sagt man zu demselben Markt meist Souk.

Bazar ausführlich erklärt
Corniche

Französischer Begriff für die Promenade am Wasser, im ganzen arabischen Raum üblich. Am Abend Treffpunkt für Familien und Spaziergänger, etwa in Abu Dhabi, Doha, Mutrah in Muscat oder Alexandria am Mittelmeer.

Corniche ausführlich erklärt
Iwan

Gewölbte Halle mit offenem Bogen zum Hof, typisch für Moscheen, Madrasas und Karawansereien. Die vier Iwane der Madrasa des Sultan Hassan in Kairo zeigen die Bauform in ihrer größten Wirkung.

Iwan ausführlich erklärt
Karawanserei

Die Raststation der Händler an alten Handelswegen und in Städten: ein Bau mit einem Tor und einem großen Hof, unten Ställe und Lager, oben Kammern. Je nach Land heißt sie Khan, Han, Wikala oder Fondouk.

Karawanserei ausführlich erklärt
Kasbah

Eine Festung, je nach Ort mit zwei Bedeutungen: in Rabat, Tanger oder Tunis die Zitadelle über der Altstadt, im Süden Marokkos eine Lehmburg mit Ecktürmen, in der eine einzelne Familie lebte.

Kasbah ausführlich erklärt
Ksar

Ein befestigtes Dorf aus Lehm oder Stein, in dem viele Familien hinter einer gemeinsamen Mauer lebten oder ihre Vorräte lagerten. Bekannt sind Aït-Ben-Haddou in Marokko und die Speicherburgen um Tataouine.

Ksar ausführlich erklärt
Mashrabiya

Ein Holzgitter vor Fenstern und Erkern alter Häuser, gefertigt aus vielen gedrechselten Stäben. Es lässt Luft und gedämpftes Licht herein und schützt vor Sonne und Blicken. In Jeddah heißt es Roshan.

Mashrabiya ausführlich erklärt
Medina

Die ummauerte Altstadt in Marokko und Tunesien, entstanden lange vor den Neustädten der Kolonialzeit. Enge Gassen, Souks, Moscheen und Wohnhäuser um Innenhöfe liegen dicht beieinander, Autos kommen meist nicht hinein.

Medina ausführlich erklärt
Minarett

Der Turm an der Moschee, von dem der Muezzin fünfmal am Tag zum Gebet ruft, heute meist über Lautsprecher. Seine Form verrät die Region: quadratisch im Maghreb, schlank und spitz in der Türkei.

Minarett ausführlich erklärt
Muqarnas

Gewölbe aus unzähligen kleinen, übereinandergestaffelten Nischen, die an Waben oder Tropfsteine erinnern. Sie zieren Kuppeln, Portale und Säulen in Moscheen, Medresen und Palästen, aus Stuck, Holz oder Stein.

Muqarnas ausführlich erklärt
Riad (Gästehaus)

Ein marokkanisches Stadthaus, das sich zur Gasse fast verschließt und nach innen um einen Hof mit Bäumen oder Beeten öffnet. Viele Riads sind heute Gästehäuser mit wenigen Zimmern und Dachterrasse.

Riad (Gästehaus) ausführlich erklärt
Souk

Der arabische Markt, meist ein Gewirr aus schmalen, oft überdachten Gassen in der Altstadt. Gleiche Waren liegen nebeneinander, gehandelt wird um den Preis. Am Golf heißt er Souq, in Nordafrika Souk.

Souk ausführlich erklärt
Windturm

Ein eckiger, nach mehreren Seiten offener Turm auf dem Dach alter Häuser am Golf, der Wind einfängt und in die Räume darunter lenkt. Vor der Klimaanlage war er dort die wichtigste Kühlung.

Windturm ausführlich erklärt
Zellige

Marokkanisches Fliesenmosaik: Glasierte Tonplatten werden in kleine Formen gehauen und zu Sternen, Rosetten und Bändern gelegt. Typisch für Medersen, Paläste, Riads und Brunnen, besonders in Fès und Marrakesch.

Zellige ausführlich erklärt

Wüste und Natur

Barasti

Hütte aus Dattelpalmwedeln, in den Emiraten auch Arish genannt. Leicht, luftig und schnell gebaut, bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts an der Golfküste verbreitet, heute vor allem in Heritage Villages nachgebaut.

Barasti ausführlich erklärt
Dhau

Hölzernes Segel- und Lastschiff der arabischen Küsten, Duden-Schreibung Dau, auch Dhau. Heute liegen Dhaus am Creek in Dubai, im alten Hafen von Doha, in Khasab und in der letzten Werft von Sur.

Dhau ausführlich erklärt
Erg

Fachwort für ein Sandmeer aus Dünen. Erg Chebbi in Marokko, Grand Erg Oriental in Tunesien, Wahiba Sands im Oman und die Rub al-Khali bei Liwa zeigen die Spannweite von kleinen Dünenfeldern bis zur riesigen Sandwüste.

Erg ausführlich erklärt
Falaj

Omanischer Wasserkanal, Plural Aflaj, teils unterirdisch, teils offen. Rund 3.000 sind laut UNESCO in Betrieb, fünf sind Welterbe. Zu sehen in Misfat al Abriyeen, am Jebel Akhdar, in Bahla und in der Oase von Al Ain.

Falaj ausführlich erklärt
Khareef

Sommermonsun im Süden des Oman. Salalah und die Berge von Dhofar liegen dann im Nebel, es nieselt, die Hänge werden grün. Offizielle Saison ungefähr 21. Juni bis 20. September, mit vielen Gästen aus den Golfstaaten.

Khareef ausführlich erklärt
Oase

Grüne Insel in trockenem Land, gespeist von Quellen, Grundwasser oder einem Fluss. Meist bewirtschaftete Palmengärten mit Kanälen, etwa in Al Ain, Liwa, Bahla, Tozeur oder in den Tälern südlich des Atlas.

Oase ausführlich erklärt
Sabkha

Salzebene am Golf und in Nordafrika, die fest aussieht und unter der Kruste oft nachgibt. Typisch an der Küste westlich von Abu Dhabi, auf dem Weg nach Liwa, in Katar und als Chott in Tunesien.

Sabkha ausführlich erklärt
Wadi

Arabisch für Tal oder Trockental. Im Oman und in Jordanien oft Schluchten mit Quellbecken zum Baden, in Wadi Rum ein weites Wüstental. Nach Regen können Wadis innerhalb von Minuten zu reißenden Flüssen werden.

Wadi ausführlich erklärt

Alltag und Kultur

Abaya

Langes, locker fallendes Übergewand, das viele Frauen in den Emiraten, in Katar, Oman und Saudi-Arabien über ihrer Kleidung tragen. Meist schwarz, oft mit Stickerei an Ärmeln oder Kragen. Für Besucherinnen ist sie keine Pflicht.

Abaya ausführlich erklärt
Bakschisch

Aus dem Persischen stammendes Wort für Trinkgeld und kleine Gaben. Besonders in Ägypten Teil des Alltags und vieler Einkommen. Kein Schmiergeld: Wer dir gegen Geld Verbotenes erlaubt, will kein Trinkgeld, sondern ein Geschäft.

Bakschisch ausführlich erklärt
Dschellaba

Langes Kapuzengewand, das in Marokko zum Straßenbild gehört, bei Männern oft in Braun, Grau oder Weiß, bei Frauen farbiger und leichter. Im Winter aus Wolle, gegen Kälte, Wind und Staub. Besucher müssen keine tragen.

Dschellaba ausführlich erklärt
Feilschen

Das Aushandeln eines Preises im Gespräch, typisch für Souks und Basare von Marrakesch bis Istanbul. Üblich bei Souvenirs, Teppichen und Lederwaren, nicht bei Lebensmitteln oder in Läden mit Preisschild. Freundlich bleiben zählt mehr als der Rabatt.

Feilschen ausführlich erklärt
Hammam

Das öffentliche Bad des Orients mit feuchtwarmen Räumen, Marmor, Peeling-Handschuh und viel Wasser. In Marokko oft Viertelbad für den Alltag, in Istanbul auch historisches Bauwerk. In der Türkei heißt es Hamam.

Hammam ausführlich erklärt
Henna

Paste aus den gemahlenen Blättern des Hennastrauchs, die Haut und Haare rotbraun färbt. Im Orient gehören Henna-Muster auf Händen und Füßen zu Hochzeiten und Festen. Seit 2024 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.

Henna ausführlich erklärt
Kandura

Knöchellanges Gewand mit langen Ärmeln, das viele Männer in den Emiraten im Alltag tragen, im Sommer hell, im Winter oft dunkler. Dazu gehört meist ein Kopftuch mit schwarzer Kordel. Im Oman heißt es Dishdasha.

Kandura ausführlich erklärt
Kilim

Gewebter Teppich ohne Flor, dünn, leicht und meist preiswerter als ein geknüpftes Stück, typischerweise mit geometrischen Mustern. Typisch für die Türkei und Tunesien, im Deutschen auch Kelim geschrieben. Gut als Souvenir, weil er sich klein falten lässt.

Kilim ausführlich erklärt
Majlis

Der Raum, in dem am Golf Gäste empfangen, bewirtet und Neuigkeiten ausgetauscht werden, meist mit Teppichen und Kissen an den Wänden. Das Wort steht auch für Ratsversammlungen. Seit 2015 UNESCO-Kulturerbe.

Majlis ausführlich erklärt
Shisha

Die Wasserpfeife der Kaffeehäuser von Kairo bis Dubai. Aromatisierter Tabak glimmt unter Kohle, der Rauch zieht durch Wasser und einen Schlauch. Je nach Land heißt sie auch Nargile oder Argila.

Shisha ausführlich erklärt

Essen und Trinken

Baklava

Süßes Schichtgebäck mit Butter, Pistazien oder Walnüssen, getränkt mit Sirup. In der Türkei eine Spezialität mit eigenen Konditoreien, in Jordanien, Katar und anderen arabischen Ländern fester Teil von Festen und Einladungen.

Baklava ausführlich erklärt
Couscous

Gedämpfte Kügelchen aus Hartweizengrieß, das Familiengericht in Marokko und Tunesien, serviert mit Gemüse, Lamm, Huhn oder Fisch. Seit 2020 immaterielles UNESCO-Kulturerbe von Marokko, Tunesien, Algerien und Mauretanien.

Couscous ausführlich erklärt
Gahwa

Arabischer Kaffee, wie man ihn am Golf, im Oman und in Jordanien trinkt: hell, würzig, ohne Zucker, aus der Dallah in kleine Tassen gegossen und fast immer mit Datteln gereicht. Gilt als Zeichen von Gastfreundschaft.

Gahwa ausführlich erklärt
Harissa

Tunesische Chilipaste aus sonnengetrockneten Schoten, Knoblauch und Koriander, mit Olivenöl auf den Tisch gestellt. Würzt Lablabi, Ojja und Couscous und ist das typische Mitbringsel aus Tunesien. Auch in Marokko bekannt, dort aber seltener.

Harissa ausführlich erklärt
Karak

Süßer Milchtee mit Kardamom, der in Katar, den VAE und im Oman überall für wenig Geld verkauft wird, oft im Pappbecher am Straßenstand. Hat südasiatische Wurzeln und ist nicht mit dem arabischen Kaffee Gahwa zu verwechseln.

Karak ausführlich erklärt
Mezze

Viele kleine Schalen für die Tischmitte, von Hummus über Auberginencreme bis zu Weinblättern, gegessen mit Fladenbrot. In der Türkei Meze genannt, oft zum Rakı in der Meyhane. Eher eine Art zu essen als ein Gericht.

Mezze ausführlich erklärt
Shawarma

Das typische Straßenessen der arabischen Länder: Fleisch vom Drehspieß, in dünnes Brot gerollt, mit Knoblauch- oder Sesamsoße und eingelegtem Gemüse. Günstig, schnell und fast überall zu haben, verwandt mit dem türkischen Döner.

Shawarma ausführlich erklärt
Tajine

In Marokko der flache Lehmtopf mit spitzem Deckel und das Gericht, das darin stundenlang schmort, mit Huhn, Lamm, Rind oder Gemüse. In Tunesien steht derselbe Name für eine gebackene Eierspeise. Vorsicht beim Kauf von Deko-Töpfen.

Tajine ausführlich erklärt

Religion und Feste

Dschumua

Das wöchentliche Gemeinschaftsgebet am Freitagmittag, mit Predigt vom Minbar. Viele Moscheen schließen dann für Besucher, in den meisten arabischen Ländern beginnt mit dem Freitag das Wochenende. Englisch Jumuah, türkisch Cuma.

Dschumua ausführlich erklärt
Eid

Die zwei großen Feste des Islam: Eid al-Fitr beendet den Fastenmonat, Eid al-Adha erinnert an die Opferbereitschaft Abrahams. Beide dauern mehrere Tage, viele Familien verreisen, Hotels und Flüge sind voll.

Eid ausführlich erklärt
Hadsch

Die Pilgerfahrt nach Mekka im Monat Dhu l-Hiddscha, eine der fünf Säulen des Islam. Nur Muslime nehmen teil, und der Termin wandert mit dem Mondkalender jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorn.

Hadsch ausführlich erklärt
Halal

Arabisch für erlaubt: Beim Essen heißt das kein Schwein, kein Alkohol und Fleisch von Tieren, die nach islamischen Regeln geschlachtet wurden. In den meisten Ländern des Orients ist Fleisch im Restaurant automatisch halal. Gegenteil: haram.

Halal ausführlich erklärt
Iftar

Das tägliche Fastenbrechen im Ramadan, sobald die Sonne untergeht: erst Datteln und Wasser, dann Suppe und ein großes Essen, oft in Gemeinschaft. Viele Hotels und Restaurants bieten Iftar-Buffets an, die auch Gästen offenstehen.

Iftar ausführlich erklärt
Mihrab

Die Gebetsnische einer Moschee: Sie markiert die Richtung nach Mekka, vor ihr steht der Imam beim Gebet. Oft reich verziert mit Fliesen, Marmor oder Kalligrafie. Daneben steht meist der Minbar, die Kanzel für die Freitagspredigt.

Mihrab ausführlich erklärt
Moschee

Das Gebetshaus der Muslime, im Arabischen masdschid oder für große Freitagsmoscheen dschami. Der Gebetssaal zeigt nach Mekka, davor liegen oft ein Hof und ein Waschplatz, darüber erhebt sich meist ein Minarett.

Moschee ausführlich erklärt
Muezzin

Der Gebetsrufer einer Moschee: Er trägt fünfmal täglich den Adhan vor, den Ruf zum Gebet, früher vom Minarett, heute meist per Lautsprecher. Nicht zu verwechseln mit dem Imam, der das Gebet leitet.

Muezzin ausführlich erklärt
Ramadan

Der Fastenmonat der Muslime: Von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang wird nicht gegessen, getrunken und geraucht, abends folgt das Fastenbrechen. Verschiebt sich jedes Jahr um etwa elf Tage, 2027 voraussichtlich ab etwa 8. Februar.

Ramadan ausführlich erklärt
Salat (Gebet)

Das Pflichtgebet der Muslime, fünfmal am Tag von der Morgendämmerung bis zum späten Abend, jeweils nach einer rituellen Waschung und in Richtung Kaaba. In der Türkei heißt es Namaz und bestimmt dort die Schließzeiten der Moscheen.

Salat (Gebet) ausführlich erklärt

Warum es so viele Schreibweisen gibt

Arabisch hat ein eigenes Alphabet, und für die Übertragung in lateinische Buchstaben gibt es keine einheitliche Regel. Englisch geprägte Länder schreiben anders als französisch geprägte, und deutsche Texte mischen oft beides. Deshalb liest du Souk und Souq, Ksar und Qasr, Medina und Madina. Gemeint ist jeweils dasselbe Wort.

Ein gutes Beispiel ist der Markt. In Marokko und Tunesien heißt er auf Schildern und Karten meist Souk, am Golf Souq. Die UNESCO schreibt in der Beschreibung der Altstadt von Tunis vom Souq el-Attarine, die Tourismusbehörde von Katar vom Souq Waqif. Der Souk ist in beiden Fällen derselbe Ort des Handels.

Noch deutlicher wird das beim Wort für Burg. Am Golf heißt ein Fort Qasr, wie Qasr Al Hosn in Abu Dhabi. In Nordafrika wird daraus in der Aussprache Ksar, und die Bedeutung verschiebt sich zum befestigten Dorf. Ein und dasselbe Wort, zwei Regionen, zwei Bedeutungen.

Wie wir die Begriffe schreiben

Auf orient-reise.de gelten drei Regeln:

  1. Eigennamen schreiben wir so, wie die offizielle Tourismusbehörde oder die Einrichtung selbst sie auf Englisch oder Deutsch verwendet, zum Beispiel Souq Waqif, Mutrah Souk, Jemaa el-Fna oder Khan el-Khalili.
  2. Türkische Namen behalten ihre Buchstaben: Kapalıçarşı mit dem punktlosen ı, Göreme mit ö, Mısır Çarşısı mit ç und ş.
  3. Für allgemeine Begriffe nehmen wir die im Deutschen verbreitete Form. Wo eine eingedeutschte Schreibung mit „dsch“ üblich ist, verwenden wir sie, etwa bei Dschellaba oder Dschumua, und nennen die anderen Schreibweisen auf der Begriffsseite.

Das Geschlecht der Wörter ist im Deutschen nicht immer fest. Man sagt die Medina und der Souk, beim Riad hörst du der und das. Beides wird verstanden.

Kleine Ausspracheregeln

Du musst kein Arabisch können, um dich verständlich zu machen. Ein paar Regeln helfen trotzdem:

  • q klingt wie ein hartes k weit hinten im Hals, wie in Qasr.
  • kh entspricht dem deutschen ch in Bach, wie in Khan.
  • gh ist ein Reibelaut im Rachen, ähnlich dem französischen r.
  • dh und th klingen wie das englische th, in vielen Dialekten aber wie d und t.
  • ein Apostroph, etwa in Qal'at, steht für einen kurzen Stimmabsatz.

In Marokko und Tunesien werden kurze Vokale oft verschluckt, deshalb klingt Qasr dort wie Ksar und Madina wie Mdina. Am Golf hörst du statt q oft ein g, so wird aus Qahwa die Gahwa, der arabische Kaffee.

So nutzt du das Glossar unterwegs

Vor der Reise lohnt ein Blick in die Gruppe Stadt und Architektur, denn diese Begriffe brauchst du am ersten Tag: Medina, Souk, Riad, Kasbah. Wer in die Wüste fährt, liest die Gruppe Wüste und Natur, wer im Ramadan reist, die Gruppe Religion und Feste. Wie sich der Fastenmonat auf deine Planung auswirkt, erklärt der Ratgeber Reisen im Ramadan.

Auf jeder Seite von orient-reise.de sind passende Begriffe verlinkt. Wenn du auf einer Stadtseite über ein unbekanntes Wort stolperst, führt dich der Link direkt zur Erklärung und von dort über „Zurück zum Glossar“ wieder hierher. Unterwegs reicht oft die Kurzdefinition in der Liste oben.

Bei religiösen Begriffen geht es nicht nur um Wörter, sondern um Verhalten. Was Gebetszeiten, Freitagsgebet und Kleidung für deinen Besuch in einer Moschee bedeuten, steht im Ratgeber Moscheen besuchen.

Fehlt dir ein Begriff, der dir unterwegs immer wieder begegnet ist? Das Glossar wächst mit dem Portal, und neue Einträge kommen dort hinzu, wo sie Reisenden am meisten helfen.

Häufige Fragen

Warum steht im Orient-Glossar mal Souk und mal Souq?

Weil beide Schreibweisen richtig sind und vor Ort unterschiedlich verwendet werden. In Marokko und Tunesien hat sich die französisch geprägte Form Souk durchgesetzt, am Golf die englisch geprägte Form Souq, etwa beim Souq Waqif in Doha. Für Eigennamen übernehmen wir die Schreibung der offiziellen Stellen, für den allgemeinen Begriff die im Deutschen verbreitete Form.

Wie spricht man arabische Begriffe mit q, kh oder gh richtig aus?

Das q ist ein hartes k, weit hinten im Rachen gebildet, wie in Souq oder Qasr. Kh klingt wie das ch in Bach, etwa in Khan oder Khareef. Gh ähnelt einem gerollten Rachen-r wie im französischen Paris, zum Beispiel in Maghreb. Ein Apostroph wie in Qal'at steht für einen kurzen Stimmabsatz. Perfekt muss es nicht klingen, man versteht dich auch so.

Muss ich diese Begriffe kennen, um im Orient zurechtzukommen?

Nein, aber sie helfen. Wer weiß, dass die Medina die Altstadt ist, der Souk ihr Markt und ein Riad ein Innenhofhaus, versteht Wegweiser, Tourbeschreibungen und Hotelangebote schneller. Bei religiösen Begriffen wie Ramadan, Iftar oder Dschumua geht es um mehr: Sie erklären, warum Läden zu bestimmten Zeiten schließen und wie du dich respektvoll verhältst.

Welche Begriffe aus dem Glossar sind für eine erste Reise nach Marokko am wichtigsten?

Für Marokko lohnen vor allem Medina, Souk, Riad, Kasbah und Ksar, dazu Hammam, Tajine, Dschellaba und das Feilschen. Mit diesen neun Begriffen verstehst du, wie die Altstädte aufgebaut sind, wo du übernachtest, was du auf den Märkten erlebst und was dir auf dem Weg in den Süden begegnet. Ramadan und Muezzin helfen dir zusätzlich, den Tagesablauf zu verstehen.

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Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

UNESCO World Heritage Centre: Medina of Tunis (Schreibweise Souq el-Attarine); Go Türkiye: Grand Bazaar, İstanbul.

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.