Auf dieser Seite
Wenn in Deutschland die Tage kurz und grau werden, beginnt im Orient die beste Reisezeit. Zwischen November und März ist es am Golf, im Oman, am Roten Meer und im Niltal warm, aber nicht mehr heiß, und Regen ist dort selten. Doch Orient im Winter heißt nicht überall Sonne: In Istanbul regnet es oft, in Kappadokien und im jordanischen Hochland kann Schnee fallen, und in Tunesien ist der Norden kühl. Wer für einen Winterurlaub mit Sonne das richtige Land wählt, bekommt Sommer im Januar, nach vier bis sechseinhalb Stunden Flug ab Frankfurt.
Wo ist es im Winter wirklich warm?
Die Werte sind typische Tageshöchsttemperaturen und gerundet, sie stammen aus unseren Monatsseiten.
| Ziel | November | Dezember | Januar | Februar | März | Meer im Winter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Muscat (Oman) | 30 °C | 26 °C | 25 °C | 26 °C | 29 °C | um 24 bis 25 °C |
| Salalah (Oman) | 30 °C | 29 °C | 28 °C | 29 °C | 30 °C | warm |
| Dubai (VAE) | 31 °C | 26 °C | 24 °C | 25 °C | 28 °C | um 20 bis 22 °C |
| Luxor (Ägypten) | 29 °C | 24 °C | 23 °C | 25 °C | 29 °C | kein Meer |
| Hurghada (Ägypten) | 26 °C | 23 °C | 22 °C | 22 °C | 25 °C | um 21 bis 23 °C |
| Aqaba (Jordanien) | 27 °C | 23 °C | 21 °C | 23 °C | 26 °C | um 21 °C |
| Agadir (Marokko) | 24 °C | 22 °C | um 21 °C | um 22 °C | um 24 °C | um 17 bis 18 °C |
| Marrakesch (Marokko) | 23 °C | 20 °C | 19 °C | 21 °C | 23 °C | kein Meer |
| Djerba (Tunesien) | 23 °C | 19 °C | 17 °C | 18 °C | 21 °C | um 15 bis 17 °C |
| Antalya (Türkei) | 21 °C | 17 °C | 15 °C | 16 °C | 18 °C | um 17 bis 19 °C |
| Istanbul (Türkei) | 15 °C | 11 °C | 10 °C | 10 °C | 12 °C | zu kalt |
Die Faustregel: Je weiter südlich und östlich, desto wärmer. Am Golf, im Oman und am Roten Meer ist der Winter Hochsaison, in der Türkei, in Tunesien und im Norden Marokkos Nebensaison.
Baden im Winter: Oman, Golf und Rotes Meer
Wer im Dezember oder Januar wirklich ins Meer will, fährt in den Oman. Rund um Muscat hat das Wasser dann etwa 24 bis 25 Grad, die Luft um 25 Grad, und in Salalah im Süden ist es noch etwas wärmer. Den Sommermonsun dort, den Khareef, erlebst du im Winter nicht: Dann ist Salalah trocken und sonnig. Für das übrige Oman gibt es kein Abraten des Auswärtigen Amts, nur für die Exklave Musandam und die Grenzregion zum Jemen.

Das Rote Meer in Ägypten bleibt im Winter mit ungefähr 21 bis 23 Grad Wassertemperatur badetauglich, für viele etwas frisch, aber deutlich wärmer als das Mittelmeer. Im Januar und Februar weht häufig Wind, ein Neoprenanzug beim Schnorcheln hilft. Wo du am besten wohnst, vergleichen Hurghada und Marsa Alam, weitere Küsten zeigt der Strandurlaub im Orient. In Jordanien ist Aqaba das Winterziel am Meer, während Petra im Hochland kalt wird.
In Dubai und den Emiraten ist das Wasser im Januar mit rund 20 bis 22 Grad am kühlsten, die Luft dafür angenehm. Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in die VAE ab und meldet gesperrte Strandabschnitte in Sharjah, Umm al Quwain und Ras Al Khaimah wegen ausgetretenen Öls (Stand November 2026). Dubai selbst ist davon nicht genannt, die Lage und mögliche Flugausfälle beim Umsteigen bleiben aber ein Faktor, den du einplanen solltest.
Kultur bei angenehmen Temperaturen
Der Winter ist die beste Zeit für alles, was im Sommer zu heiß wäre. Im Niltal hast du in Luxor im Januar 23 bis 24 Grad statt über 40 im Sommer, eine Nilkreuzfahrt zwischen Luxor und Assuan ist jetzt am angenehmsten. Am 22. Februar fällt in Abu Simbel die Sonne bis ins Heiligtum, an diesem Tag ist der Andrang groß. Im Oman fährst du ohne Hitze durch Wadis und zu den Lehmforts, nur in den Bergen fällt das Thermometer nachts bis nahe null.
Marrakesch ist im Winter mild und klar, mit Schneegipfeln des Atlas im Hintergrund. Tagsüber sitzt du in der Sonne auf der Dachterrasse, abends brauchst du eine Jacke. Im Süden bei Agadir ist es wärmer, das Meer bleibt aber frisch. In Tunesien ist der Winter die Saison für die Wüste rund um Tozeur und Douz, für die du organisiert fährst, weil das Auswärtige Amt für den tiefen Süden abrät.
Weniger Sonne, trotzdem reizvoll
Nicht jedes Ziel muss warm sein. Istanbul ist im Januar mit etwa 10 Grad kühl und oft regnerisch, dafür sind die Schlangen an Hagia Sophia und Topkapı kurz und die Hotels günstiger. Kappadokien liegt im Winter manchmal unter Schnee, die Ballone steigen dann über weißen Tälern auf, sofern das Wetter es zulässt. Petra hat im Januar um 12 Grad, Regen und gelegentlich Schnee, ist aber fast leer. Wer solche Ziele wählt, packt Regenjacke und warme Schuhe ein und sucht Sonne nur als Zugabe.
Monat für Monat planen
Jeder Wintermonat hat seine Eigenheiten. Die Monatsseiten vergleichen alle zehn Länder mit Temperaturen, Wasser, Regen, Feiertagen und Hinweisen:
- Orient im November: noch warm, im Oman und am Golf beginnt die Hauptsaison.
- Orient im Dezember: Nationalfeiertage am Golf, Weihnachtswochen teuer und voll.
- Orient im Januar: kühlster Monat, ab Mitte Januar ruhiger und oft günstiger.
- Orient im Februar: Ramadan beginnt voraussichtlich um den 8. Februar 2027.
- Orient im März: Eid nach dem Ramadan, danach wird es überall wärmer.
Wie die Jahreszeiten über das ganze Jahr verteilt sind, zeigt der Vergleich zur besten Reisezeit für den Orient.
Ramadan, Feiertage und Preise
Im Winter 2027 fällt der Ramadan voraussichtlich in die Zeit von etwa 8. Februar bis 9. März. Tagsüber sind viele Restaurants geschlossen oder nur hinter Sichtschutz geöffnet, Museen und Souks haben andere Zeiten, abends wird es dafür lebendig. Danach folgt das Fest zum Fastenbrechen, Eid al-Fitr, mit vollen Hotels und Ausflugszielen. Was das für deine Planung heißt, steht bei Reisen im Ramadan.
Am teuersten ist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, dazu kommen am Golf die Nationalfeiertage im Dezember und das Dubai Shopping Festival bis Mitte Januar. Günstiger reist du von Mitte Januar bis Anfang Februar und im November. Die Flugzeiten sind kurz: rund 4 Stunden nach Kairo oder Marrakesch, 4,5 nach Hurghada oder Agadir, etwa 6 nach Dubai oder Doha, siehe Flugzeiten in den Orient.
Unser Rat: Wenn dir Wärme am wichtigsten ist, nimm Muscat oder Hurghada im Januar. Wenn dir Kultur wichtiger ist als Baden, sind Luxor, Assuan und Marrakesch im Februar ideal.
Weitere Listen, etwa zu Wüsten, Fotospots oder günstigen Zielen, findest du im Reisemagazin.
Häufige Fragen
Wo im Orient ist es im Januar am wärmsten?
Im Januar liegen die höchsten Tagestemperaturen in Jeddah mit rund 29 Grad, in Salalah mit etwa 28 Grad und in Muscat um 25 Grad. Dubai und Luxor erreichen 23 bis 24 Grad, Hurghada und Aqaba etwa 21 bis 22 Grad. Für Saudi-Arabien besteht mit Stand November 2026 eine Reisewarnung, damit bleiben Oman, Ägypten und mit Einschränkungen die Emirate die naheliegenden Ziele.
Ist Marokko im Winter ein gutes Sonnenziel?
Für Städte und Sonne ja, für das Meer nur bedingt. In Marrakesch und Agadir hast du im Januar tagsüber 19 bis 22 Grad und viele klare Tage, abends wird es aber kühl, und Riads sind nicht immer gut geheizt. Der Atlantik bleibt mit etwa 17 Grad frisch. Im Hohen Atlas fällt Schnee, und in der Wüste sinken die Temperaturen nachts bis nahe 0 Grad.
Wann ist im Winter im Orient am meisten los?
Zwischen Weihnachten und Neujahr. Dann sind Flüge und Hotels am Golf, im Oman und am Roten Meer am teuersten und oft früh ausgebucht. Ruhiger und günstiger wird es ab Mitte Januar, bevor im Februar die Winterferien beginnen. Im Ramadan, 2027 voraussichtlich ab etwa 8. Februar, sind viele Ziele angenehm leer, aber Restaurants tagsüber oft geschlossen.




