Eine kurvige Straße durch die kargen Hügel bei Madaba, in der Ferne das dunstige Jordantal.

Route · Jordanien

Jordanien Rundreise: zehn Tage von Amman bis Aqaba

Die klassische Jordanien Rundreise führt in zehn Tagen von Amman über Jerash, das Tote Meer und den Kings Highway mit Madaba, Karak und Dana nach Petra, ins Wadi Rum und nach Aqaba. Du übernachtest an fünf Orten, fährst selten mehr als drei Stunden am Tag und hast in Petra zwei volle Tage.

Aktueller Hinweis zu Jordanien Rundreise: Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, für die Grenzgebiete zu Syrien und Irak sowie den Nordosten dringend. Grund ist die angespannte Lage in der Region. Gültig seit 29. Oktober 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

Dauer10 Tage, verlängerbar auf 14
Streckerund 700 km Fahrt von Amman bis Aqaba
ÜbernachtungsorteAmman, Totes Meer, Dana, Wadi Musa, Wadi Rum
Längste EtappeTotes Meer bis Dana über Karak, rund 3 bis 4 Stunden
UnterwegsMietwagen oder Fahrer, Wadi Rum mit Jeep
Beste MonateMärz bis Mai, Oktober bis November
Auf dieser Seite

Eine Jordanien Rundreise in zehn Tagen ist das richtige Maß für eine erste Reise. Kürzer geht, dann fällt aber der Kings Highway weg, und Petra schrumpft auf einen Tag. Länger geht auch, dann kommen Wanderungen, Ruhetage und Ziele im Norden dazu. Die Route unten läuft von Nord nach Süd, von Amman bis Aqaba, und fährt jede Strecke nur einmal. Sie setzt Mietwagen oder Fahrer voraus, eine Variante ohne Auto folgt weiter unten. Wenn du nur eine Woche hast, nimm stattdessen den Plan für eine Woche Jordanien. Den Überblick über das ganze Land findest du bei Jordanien Urlaub.

Die Route auf einen Blick

Tag Etappe Fahrzeit ungefähr Übernachtung
1 Ankunft Flughafen Queen Alia, Amman 45 Minuten Amman
2 Amman: Zitadelle, Theater, Altstadt keine Amman
3 Jerash, optional Ajloun 2 bis 3 Stunden hin und zurück Amman
4 Madaba, Berg Nebo, Taufstelle, Totes Meer 2 Stunden Totes Meer
5 Totes Meer, optional Wadi Mujib wenig Totes Meer
6 Kings Highway mit Karak bis Dana 3 bis 4 Stunden Dana
7 Wanderung in Dana, über Shobak nach Wadi Musa 1,5 Stunden Wadi Musa
8 Petra: Siq, Schatzhaus, Gräber, Säulenstraße keine Wadi Musa
9 Petra: Kloster, dann ins Wadi Rum 1,5 bis 2 Stunden Wadi Rum
10 Jeeptour am Morgen, Fahrt nach Aqaba 1 Stunde Aqaba oder Abflug

Die Fahrzeiten sind Richtwerte ohne Pausen. Im Hochland, auf dem Kings Highway und in Amman zur Hauptverkehrszeit dauert es oft länger.

Tag 1 bis 3: Amman und der Norden

Fast alle Flüge landen am Flughafen Queen Alia, rund 35 Kilometer südlich von Amman. Der erste Abend gehört der Stadt: ein Spaziergang in der Altstadt, Falafel oder Mezze zum Abendessen, früh ins Bett.

Natürlicher Felsbogen in der jordanischen Wüste
Illustration, digital erstellt

Am zweiten Tag startest du auf dem Zitadellenhügel mit dem Herkulestempel und dem Blick über die Hügel der Stadt. Zu Fuß geht es hinunter zum römischen Theater und in die Gassen von Downtown mit Märkten und Kaffeehäusern. Am Nachmittag passt das Jordan Museum, abends die Rainbow Street mit Cafés.

Tag drei gehört Jerash, etwa eine Stunde nördlich. Komm um 8 Uhr, dann hast du die Säulenstraße und das Ovale Forum vor den Reisegruppen. Drei bis vier Stunden reichen. Wer danach noch Kraft hat, fährt weiter zur Burg Ajloun, eine halbe Stunde entfernt, und kehrt am Abend nach Amman zurück. Mietwagen holst du am besten erst an diesem Abend oder am Morgen von Tag 4, in Amman selbst brauchst du keinen.

Tag 4 und 5: Madaba, Nebo und das Tote Meer

Von Amman fährst du eine knappe Stunde nach Madaba und zum Berg Nebo. In der Georgskirche liegt die Mosaikkarte aus dem 6. Jahrhundert, am Berg Nebo hast du den weiten Blick über das Jordantal. Von dort führt eine Straße in Serpentinen hinunter in die Senke. Unterwegs liegt die Taufstelle Bethany am Jordan, Welterbe seit 2015, für den Besuch rechnest du mit gut einer Stunde.

Am Nachmittag erreichst du das Tote Meer in Jordanien. Zwei Nächte sind hier sinnvoll, weil der fünfte Tag zum Durchatmen gedacht ist: treiben, Schlamm, Pool. In der warmen Jahreshälfte kannst du am Vormittag den Siq Trail im Wadi Mujib laufen, etwa eine halbe Stunde südlich der Hotels. Im Winter ist er wegen Hochwassergefahr geschlossen.

Typischer Fehler: Auto mit Gepäck am Toten Meer oder am Wadi Mujib auf einem öffentlichen Parkplatz stehen lassen. Laut Auswärtigem Amt kommt es dort zu Autoaufbrüchen. Nimm Wertsachen mit oder parke am Hotel.

Tag 6 und 7: Kings Highway, Karak und Dana

Jetzt beginnt die schönste Fahrt der Reise. Vom Toten Meer steigst du ins Hochland auf und folgst dem Kings Highway nach Süden, einer der ältesten Handelsstraßen der Region. Die Strecke ist langsam, kurvig und voller Ausblicke, besonders dort, wo die Straße die Schlucht des Wadi Mujib quert.

Erster Halt ist die Kreuzfahrerburg Karak mit Gängen, Gewölben und weitem Blick. Rechne mit ein bis zwei Stunden. Im Gouvernement Karak gab es am 23. Oktober 2026 einen Anschlag auf eine Trauerfeier in einer griechisch-orthodoxen Kirche, die Täter wurden gefasst. Gegen Reisende richteten sich Anschläge in den vergangenen Jahren nicht. Prüf vor dieser Etappe die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise.

Danach geht es weiter über Tafila ins Dana Biosphere Reserve. Das alte Steindorf Dana liegt an der Kante eines tiefen Tals, das bis in die Wüste von Feynan abfällt. Plane die Ankunft vor Einbruch der Dunkelheit, Überlandfahrten nachts rät das Auswärtige Amt ab, und auf dem Kings Highway gibt es Schlaglöcher und unbeleuchtete Bodenschwellen. Tank vorher voll, zwischen Karak und Tafila sind Tankstellen selten.

Am Morgen von Tag 7 läufst du einen der kürzeren Wege am Rand des Reservats, für längere Touren brauchst du einen Guide. Mittags fährst du über die Burg Shobak nach Wadi Musa, dem Ort am Eingang von Petra. Unterwegs kommst du an Little Petra vorbei, einer kleinen Felsensiedlung, die sich als Einstimmung lohnt.

Tag 8 und 9: zwei Tage Petra

Für Petra brauchst du die Variante Jordan Explorer oder Expert des Jordan Pass, sonst zahlst du zwei Tageseintritte. Am ersten Tag stehst du um 6 Uhr am Visitor Center und läufst durch den Siq zum Schatzhaus, solange es leer ist. Danach folgst du der Säulenstraße, siehst die Königsgräber und steigst je nach Kondition zu einem Aussichtspunkt über dem Schatzhaus auf. Ein Tag in Petra bedeutet leicht 15 Kilometer und viele Stufen.

Der zweite Tag gehört dem Kloster. Rund 800 Stufen führen hinauf, am besten am Vormittag, wenn der Weg noch im Schatten liegt. Oben belohnt dich die Fassade und ein Blick bis ins Wadi Araba. Am frühen Nachmittag verlässt du Petra und fährst rund zwei Stunden ins Wadi Rum, sodass du vor Sonnenuntergang im Camp bist.

Tag 10: Wadi Rum und Aqaba

Im Wadi Rum lässt du den Mietwagen am Visitor Center oder im Dorf Rum stehen, durch die Wüste fährst du mit einem Jeep der Beduinen. Die beste Tour ist am frühen Morgen nach der Nacht im Camp, wenn der Sand kühl und das Licht weich ist. Welche Art von Camp zu dir passt und worauf du bei der Buchung achtest, erklärt die Seite Camps im Wadi Rum. Durch das Wadi geht es zu Felsbögen, Dünen und Inschriften, zwei bis vier Stunden sind ideal.

Am Mittag fährst du eine knappe Stunde nach Aqaba. Von hier fliegst du zurück oder hängst Badetage an. Der Flughafen liegt nördlich der Stadt, die Fahrt dauert nur wenige Minuten.

Übernachtungen: was du wann buchst

Die Route kommt mit fünf Orten aus, und nicht alle sind gleich knapp. Am engsten wird es in Wadi Musa vor Petra und bei den guten Camps im Wadi Rum, besonders in den Wochen um Ostern und im Oktober. Diese Übernachtungen buchst du zuerst. In Amman und am Toten Meer ist das Angebot groß, hier reicht es meist, ein paar Wochen vorher zu buchen. In Dana gibt es nur wenige Gästehäuser im Dorf und am Rand des Reservats, deshalb ebenfalls früh reservieren. Achte bei allen Buchungen auf kostenlose Stornierung, weil sich Flüge und Lage kurzfristig ändern können.

Varianten: ohne Auto, 14 Tage, umgekehrt

Ohne Mietwagen fährst du von Amman mit dem Bus nach Petra und weiter nach Aqaba. Für Jerash, Madaba und das Tote Meer nimmst du Tagestouren oder einen Fahrer, für den Kings Highway mit Karak und Dana fast immer einen Fahrer, weil dort kaum Busse fahren. Das kostet mehr, ist aber entspannter. Ein Hotel vermittelt dir Fahrer für einzelne Etappen.

In 14 Tagen nimmst du dir Zeit für einen zweiten Tag in Dana mit der Wanderung hinunter nach Feynan, einen dritten Tag in Petra mit Höhenwegen und zwei bis drei Badetage in Aqaba. Im Norden kommen Umm Qais und As-Salt dazu. Die Wüstenschlösser östlich von Amman lohnen sich für Kunstinteressierte, liegen aber Richtung Osten, wo du die aktuellen Hinweise vorher prüfen solltest.

Umgekehrt geht die Route ebenso, wenn du in Aqaba landest. Dann beginnst du mit Wadi Rum und Petra und endest am Toten Meer. Wichtig ist nur, dass du Hin- und Rückflug an verschiedenen Orten buchst. Was du beim Fahren auf Desert Highway, Kings Highway und in Amman beachten musst, steht beim Mietwagen in Jordanien. Welche Unterkunftsart an welchem Ort passt, erklärt Übernachten in Jordanien.

Unser Rat: Plane jeden Tag so, dass du spätestens eine Stunde vor Sonnenuntergang am Ziel bist. Im Winter heißt das gegen 16 Uhr, im Sommer gegen 18 Uhr. Damit vermeidest du Nachtfahrten und hast Zeit für den Check-in und einen ruhigen Abend.

Häufige Fragen

Kann ich eine Rundreise trotz der Hinweise des Auswärtigen Amts machen?

Das Auswärtige Amt rät mit Stand 6. November 2026 von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, die Entscheidung liegt bei dir. Die Route dieser Seite führt durch keines der Gebiete, für die ein dringendes Abraten gilt, also nicht in den Nordosten und nicht an die Grenzen zu Syrien und Irak. Buche möglichst flexibel, prüf die Hinweise vor jeder größeren Etappe und trag dich in die Krisenvorsorgeliste Elefand ein.

Kann man Jordanien auf eigene Faust bereisen?

Ja, gut sogar. Die Straßen sind ausgeschildert, oft auch auf Englisch, Unterkünfte lassen sich online buchen, und an allen großen Stätten kommst du ohne Guide zurecht. Mit Mietwagen bist du am flexibelsten, ohne Auto kombinierst du Busse zwischen Amman, Petra und Aqaba mit Fahrern für den Kings Highway. Nur ins Wadi Rum fährst du mit einem lokalen Jeep.

Wie viele Kilometer fährt man bei einer Jordanien Rundreise?

Für die Route von Amman bis Aqaba über den Kings Highway kommst du ungefähr auf 700 Kilometer, mit Abstechern nach Jerash und Umm Qais auf etwas mehr. Das klingt wenig, aber der Kings Highway ist kurvig und langsam, du fährst dort selten schneller als 60. Plane deshalb nach Stunden, nicht nach Kilometern.

Lohnt sich eine Rundreise mit Badeverlängerung?

Ja, wenn du sie ans Ende legst. Nach Petra und Wadi Rum mit vielen Schritten und frühen Starts tun zwei oder drei Tage in Aqaba mit Schnorcheln am Riff gut. Wer es ruhiger mag, verlängert stattdessen am Toten Meer. Von Aqaba gibt es einen Flughafen, so sparst du dir die lange Rückfahrt nach Amman.

Weiterlesen

Das passt dazu

Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

Auswärtiges Amt: Jordanien, Reise- und Sicherheitshinweise; Visit Jordan (Jordan Tourism Board): Entrance Fees; Jordan Pass: Included Attractions.

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.