Salzverkrustetes Ufer am Toten Meer in Jordanien bei ruhigem Wasser und weichem Abendlicht.

Route · Jordanien

Eine Woche Jordanien: die kompakte Route

In einer Woche schaffst du in Jordanien Madaba, das Tote Meer, zwei Tage Petra, eine Nacht im Wadi Rum und einen Tag Aqaba, wenn du in Amman landest und von Aqaba zurückfliegst. Wer lieber Jerash und Amman sieht, tauscht Aqaba gegen den Norden. Der Kings Highway passt erst in die längere Rundreise.

Aktueller Hinweis zu Eine Woche Jordanien: Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, für die Grenzgebiete zu Syrien und Irak sowie den Nordosten dringend. Grund ist die angespannte Lage in der Region. Gültig seit 29. Oktober 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

Dauer7 Tage, 6 Nächte
SchwerpunktPetra (2 Tage) und Wadi Rum (1 Nacht)
Erste NachtMadaba, rund 30 Minuten vom Flughafen
Längste EtappeTotes Meer bis Wadi Musa, rund 3,5 Stunden
Jordan PassExplorer für zwei Tage Petra
FlügeAnkunft Amman, Rückflug Aqaba oder Amman
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Sieben Tage klingen knapp für ein Land mit so vielen Zielen. Für Jordanien reicht eine Woche trotzdem, wenn du dich entscheidest. Diese kompakte Route setzt den Schwerpunkt dort, wo die meisten ihn haben wollen: zwei volle Tage Petra und eine Nacht im Wadi Rum. Davor ein ruhiger Einstieg in Madaba und am Toten Meer, danach entweder ein Tag am Roten Meer oder der Norden mit Jerash. Den Kings Highway mit Karak und Dana lässt du weg, er gehört in die längere Jordanien Rundreise in zehn Tagen. Den Überblick über das Land findest du bei Jordanien Urlaub.

Die Woche auf einen Blick

Tag Programm Fahrzeit ungefähr Nacht
1 Ankunft, Fahrt nach Madaba 30 Minuten Madaba
2 Mosaikkarte, Berg Nebo, Totes Meer 1 Stunde Totes Meer
3 Vormittag am Wasser, Fahrt nach Wadi Musa 3,5 Stunden Wadi Musa
4 Petra: Siq, Schatzhaus, Säulenstraße keine Wadi Musa
5 Petra: Kloster, nachmittags ins Wadi Rum 1,5 bis 2 Stunden Wadi Rum
6 Jeeptour am Morgen, Fahrt nach Aqaba 1 Stunde Aqaba
7 Riff am Morgen, Rückflug wenige Minuten Abflug

Gefahren wird in der Variante Meer insgesamt rund 500 Kilometer. Kein Tag hat mehr als eine lange Etappe, und an den beiden Petra-Tagen bleibt das Auto stehen.

Tag 1 und 2: Madaba statt Amman, dann das Tote Meer

Der wichtigste Trick dieser Route: Die erste Nacht verbringst du nicht in Amman, sondern in Madaba. Die Kleinstadt liegt näher am Flughafen Queen Alia als die Hauptstadt, ungefähr 30 Minuten, und du sparst dir nach dem Flug den Stadtverkehr. Madaba ist überschaubar, hat Restaurants und Hotels in Gehweite der Kirchen und eine entspannte Atmosphäre.

Stilles Wasser des Toten Meeres im Abendlicht
Illustration, digital erstellt

Am Morgen von Tag 2 siehst du die Mosaikkarte in der Georgskirche und den Archäologiepark. Danach fährst du die wenigen Kilometer zum Berg Nebo mit dem Blick über das Jordantal. Von dort geht es in Serpentinen hinunter ans Tote Meer, du bist am frühen Nachmittag am Wasser. Treiben, Schlamm, Sonnenuntergang über den Bergen auf der anderen Seite. Das reicht für einen Tag.

Gut zu wissen: Im Toten Meer bleibst du höchstens 15 bis 20 Minuten am Stück im Wasser, hältst den Kopf über Wasser und duschst danach süß ab. Salz in den Augen brennt stark, also nicht mit nassen Händen ins Gesicht fassen.

Tag 3: die lange Fahrt nach Süden

Am Vormittag gehst du noch einmal ins Wasser, gegen Mittag fährst du los. Nach Wadi Musa, den Ort am Eingang von Petra, sind es rund dreieinhalb Stunden, entweder auf der Straße am Toten Meer entlang nach Süden und dann hinauf ins Hochland oder zurück nach Norden und über den Desert Highway. Beide Wege sind gut, der erste ist landschaftlich schöner. Plane die Ankunft vor Einbruch der Dunkelheit, Überlandfahrten nachts rät das Auswärtige Amt ab. Was du beim Fahren beachten musst, von Kontrollposten bis Bodenschwellen, steht beim Mietwagen in Jordanien.

Am Abend holst du die Unterlagen für Petra zusammen, prüfst Schuhe und Wasserflaschen und gehst früh schlafen. Der nächste Morgen beginnt um 6 Uhr.

Tag 4 und 5: zwei Tage Petra

Für diese Route nimmst du den Jordan Explorer, der für 75 JD das Visum und zwei aufeinanderfolgende Tage in Petra abdeckt (Stand November 2026). Ohne Pass würdest du allein für das Visum und den Zweitageseintritt 95 JD zahlen. Alles zu den Varianten steht beim Jordan Pass.

Am ersten Tag läufst du früh durch den Siq zum Schatzhaus, danach durch das Tal mit Fassadengräbern, Theater und Säulenstraße bis zum großen Tempel. Am Nachmittag steigst du zu den Königsgräbern auf, von dort ist der Blick über das Tal am schönsten. Wenn du noch Energie hast, nimmst du den Aufstieg zu einem Aussichtspunkt über dem Schatzhaus. Abends kannst du an einigen Wochentagen Petra by Night besuchen, die Veranstaltung kostet extra und ist nicht im Jordan Pass enthalten.

Tag 5 beginnt mit dem Kloster. Rund 800 Stufen führen hinauf, in etwa einer Stunde bist du oben, wenn du gleichmäßig gehst. Gegen Mittag bist du zurück am Ausgang, isst etwas in Wadi Musa und fährst rund zwei Stunden in Richtung Süden. Wer mehr will als die Hauptwege, findet bei Petra besuchen einen Zeitplan mit allen Varianten.

Tag 6: Wadi Rum und Weiterfahrt

Am Visitor Center des Wadi Rum parkst du, die Camps holen dich mit dem Jeep ab oder treffen dich im Dorf Rum. Der späte Nachmittag ist die Zeit für den Sonnenuntergang über den Felsen, nachts siehst du so viele Sterne wie selten. Am Morgen von Tag 6 folgt die eigentliche Jeeptour durch das Wadi, zu Felsbögen, roten Dünen und Felsinschriften, wenn es noch kühl ist. Zwei bis vier Stunden sind das richtige Maß.

Danach trennt sich die Woche in zwei Varianten, je nachdem, ob du lieber am Wasser oder in der Antike endest.

Tag 6 und 7: Meer oder Norden?

Variante Meer Variante Norden
Tag 6 nachmittags Fahrt nach Aqaba, 1 Stunde Fahrt nach Amman, rund 4 Stunden
Tag 7 Schnorcheln am Riff, Rückflug ab Aqaba Jerash am Morgen, Amman am Nachmittag, Rückflug
Passt, wenn du … nach Petra Erholung willst römische Antike und eine Stadt sehen willst
Haken Direktflüge ab Aqaba nicht immer verfügbar lange Fahrt am Nachmittag

In Aqaba liegen die besten Riffe südlich der Stadt direkt vor dem Strand, Maske und Schnorchel genügen. Ein Vormittag reicht für einen ersten Eindruck. Flüge ab Aqaba nach Deutschland gibt es nicht zu jeder Jahreszeit direkt, oft geht es über Amman. Prüf das, bevor du die Route festlegst.

In der Variante Norden fährst du nach der Jeeptour über den Desert Highway zurück, rund vier Stunden. Am letzten Tag bist du früh in Jerash, mittags auf der Zitadelle von Amman und abends im Souk der Altstadt. Das ist voll, aber machbar, weil der Flughafen nur eine knappe Stunde entfernt liegt.

Die Woche ohne Mietwagen

Die Route geht auch ohne eigenes Auto, sie wird nur etwas teurer und weniger spontan. Für den Weg vom Flughafen nach Madaba und weiter ans Tote Meer nimmst du ein Taxi oder einen Fahrer, den dein Hotel organisiert. Vom Toten Meer nach Wadi Musa fährt kein praktischer Bus, hier ist ein Fahrer für die Strecke die einfachste Lösung. Von Wadi Musa ins Wadi Rum und weiter nach Aqaba gibt es Minibusse, die aber unregelmäßig fahren. Viele Camps bieten deshalb einen Transfer ab Wadi Musa oder Aqaba an.

Für die Variante Norden ist der Bus zwischen Petra und Amman eine gute Wahl, er fährt auf dem Desert Highway und spart dir die lange Fahrt am Steuer. Den Fahrplan prüfst du vor Ort, die Abfahrtszeiten ändern sich mit der Saison.

Was die Woche ungefähr kostet

Die größten festen Posten sind der Jordan Explorer mit 75 JD, die Übernachtungen und das Auto oder die Fahrer. Dazu kommen die Jeeptour im Wadi Rum, die manchmal im Preis des Camps steckt, und Extras wie Petra by Night. Essen ist in Madaba, Wadi Musa und Amman günstig, in Resorts am Toten Meer und in Camps dagegen teurer. Eine Rechnung pro Tag und Reisestil findest du bei was Jordanien kostet.

Was du weglässt und warum

Eine Woche heißt verzichten. In dieser Route fehlen der Kings Highway mit der Burg Karak, das Dana Biosphere Reserve, das Wadi Mujib und die Wüstenschlösser. Das ist kein Fehler, sondern die bewusste Entscheidung für Petra und Wüste ohne Hetze. Wer zwei Tage mehr hat, nimmt die zehntägige Route, wer nur vier Tage hat, streicht Madaba und das Tote Meer und landet direkt in Aqaba.

Typischer Fehler: In einer Woche Jordanien alles sehen wollen, also Jerash, Totes Meer, Kings Highway, Petra, Wadi Rum und Aqaba. Dann sitzt du an jedem Tag drei bis fünf Stunden im Auto, und Petra schrumpft auf einen halben Tag.

Zur Reisezeit: Die Route funktioniert am besten von März bis Mai und von Oktober bis November. Im Sommer verschiebst du in Petra und im Wadi Rum alles auf früh morgens und den späten Nachmittag, im Winter packst du für Petra und die Wüstennacht warme Kleidung ein. Details stehen bei der besten Reisezeit für Jordanien.

Häufige Fragen

Was mache ich, wenn mein Flug wegen der Lage ausfällt?

Das Auswärtige Amt weist mit Stand November 2026 darauf hin, dass es wegen der regionalen Lage kurzfristig zu Luftraumsperrungen und Flugausfällen kommen kann. Bei einer Woche hilft ein Puffer: Plane den letzten Tag in der Nähe des Abflughafens, nicht im Wadi Rum. Halte die App deiner Airline bereit, sie bucht dich um, nicht das Hotel. Prüf vorher, was deine Versicherung bei Ausfällen zahlt.

Reicht eine Woche für Jordanien?

Für die Hauptziele ja, für das ganze Land nicht. In sieben Tagen siehst du Petra gründlich, das Wadi Rum mit Übernachtung, das Tote Meer und entweder Aqaba oder den Norden mit Jerash und Amman. Was fehlt, sind der Kings Highway mit Karak und Dana und Ruhetage. Dafür brauchst du zehn Tage oder mehr.

Geht eine Woche Jordanien auch ohne Mietwagen?

Ja, mit etwas mehr Planung. Vom Flughafen nach Madaba und ans Tote Meer fährst du mit Taxi oder Fahrer, vom Toten Meer nach Wadi Musa am einfachsten mit einem Fahrer. Ins Wadi Rum und weiter nach Aqaba gibt es Minibusse und Transfers der Camps. In der Variante Norden nimmst du zwischen Petra und Amman den Bus über den Desert Highway.

Wo liegt Jordanien?

Im Nahen Osten, östlich von Israel und dem Westjordanland. Im Norden grenzt Jordanien an Syrien, im Osten an Irak und Saudi-Arabien, im Süden hat es bei Aqaba einen kurzen Zugang zum Roten Meer. Von Frankfurt fliegst du rund vier Stunden nach Amman. Die Hauptziele liegen alle im Westen des Landes auf einer Nord-Süd-Achse.

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Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

Auswärtiges Amt: Jordanien, Reise- und Sicherheitshinweise; Jordan Pass: Preise und Varianten; Visit Petra: Petra Fees.

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.