Blaue Sonnenschirme und Pavillons stehen an einem Strand am Toten Meer, dahinter ziehen sich das ruhige türkisfarbene Wasser und kahle Berghänge mit Hotels.

Reiseziel · Jordanien

Totes Meer in Jordanien: Baden, Strände und Hotels

Am Toten Meer in Jordanien badest du entweder im Hotel mit eigenem Strandabschnitt, mit einem Tagespass in einem Resort oder an einem der öffentlichen Strände wie dem Amman Tourist Beach. Von Amman bist du in ungefähr einer Stunde dort. Bleib höchstens 15 bis 20 Minuten im Wasser, tauch den Kopf nicht unter und dusch danach mit Süßwasser.

Aktueller Hinweis zu Totes Meer in Jordanien: Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, für die Grenzgebiete zu Syrien und Irak sowie den Nordosten dringend. Grund ist die angespannte Lage in der Region. Gültig seit 29. Oktober 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

LageJordantal, rund 430 m unter dem Meeresspiegel
Von Ammanungefähr 1 Stunde mit dem Auto
BadenHotelstrand, Tagespass oder öffentlicher Strand
Im Wasser15 bis 20 Minuten, Kopf über Wasser
Beste ZeitOktober bis April
MitbringenBadeschuhe, Wasser, keine frische Rasur
Auf dieser Seite

Ein Totes Meer gibt es nur einmal, und es liegt am tiefsten Punkt der Landoberfläche der Erde, die jordanische Tourismusbehörde nennt rund 427 Meter unter dem Meeresspiegel, und der Wert sinkt mit dem Wasserstand weiter. Für dich als Besucher heißt das: Es ist hier unten deutlich wärmer als in Amman, die Luft ist oft dunstig, und das Wasser trägt dich, ohne dass du etwas tun musst. Am Toten Meer in Jordanien gibt es aber keine lange Promenade mit freiem Zugang. Wo und wie du baden kannst, hängt vor allem davon ab, ob du dort übernachtest oder nur für ein paar Stunden kommst.

Die meisten Unterkünfte und Badestellen liegen am Nordende des Ufers zwischen Sweimeh und dem Tal des Wadi Mukheiris. Ein Wadi ist ein Trockental, das nur nach Regen Wasser führt. Weiter südlich wird es leer, dort führt die Uferstraße an steilen Hängen, Salzformationen und dem Mujib-Reservat vorbei. Wie das Ufer in eine Reise durch das Land passt, steht in der Übersicht Jordanien Urlaub.

Badestellen: Hotel, Tagespass oder öffentlicher Strand

Du hast drei Möglichkeiten, ans Wasser zu kommen.

Variante Was du bekommst Für wen Haken
Hotel mit Strand eigener Zugang, Duschen, Liegen, Schlamm, Pools Übernachtung am Ufer teuer, Strandabschnitte oft steil
Tagespass im Resort Strand, Pool und Umkleide für einen Tag, oft mit Essen Tagesausflug mit Komfort nicht jedes Haus verkauft ihn, Preise schwanken stark
Öffentlicher Strand Strandzugang, Duschen, einfache Einrichtungen kleines Budget am Wochenende voll, wenig Schatten

Unter den öffentlichen Stränden nennt die Tourismusbehörde den Amman Tourist Beach, der vor allem für Tagesgäste aus der Hauptstadt gedacht ist, und den Dead Sea Public Beach, der renoviert wurde und Schwimmbecken hat. Eintritt und Ausstattung ändern sich, prüf die aktuellen Bedingungen vor Ort. Freitags und samstags kommen viele Familien aus Amman, unter der Woche ist es ruhiger.

Wild baden an einer beliebigen Stelle entlang der Straße ist keine gute Idee. Das Ufer ist an vielen Stellen schlammig und von scharfen Salzkrusten bedeckt, Duschen gibt es keine, und der Rückweg den Hang hinauf ist mühsam. Dazu kommen Senkungslöcher, die durch den sinkenden Wasserspiegel entstehen.

Regeln im Salzwasser

Das Wasser ist etwa zehnmal salziger als normales Meerwasser. Das klingt harmlos, hat aber Folgen, die viele unterschätzen.

Salzkristalle am Ufer und ruhiges Wasser am Toten Meer
Illustration, digital erstellt
  • Kopf über Wasser halten, nicht tauchen, nicht spritzen. Salz in den Augen brennt minutenlang. Am Ufer stehen Süßwasserduschen, an denen du die Augen ausspülst.
  • Langsam hineingehen, dann nach hinten lehnen, bis die Beine von selbst aufsteigen. Wer sich nach vorne legt, kippt leicht und bekommt Wasser ins Gesicht.
  • Höchstens 15 bis 20 Minuten am Stück im Wasser bleiben, danach Pause im Schatten und viel trinken.
  • Am Tag vorher nicht rasieren. Kleine Schnitte und Schürfwunden brennen stark.
  • Badeschuhe tragen. Die Salzkristalle am Grund sind scharf.
  • Schmuck vorher abnehmen, Salz greift manche Metalle an.

Typischer Fehler: Direkt nach der Ankunft eine Stunde im Wasser liegen und danach nicht duschen. Die Haut juckt dann am Abend, und der Kreislauf leidet in der Hitze. Kurz baden, mit Süßwasser abspülen, Pause machen und erst dann ein zweites Mal hinein.

Der schwarze Schlamm gehört für viele dazu. Du streichst ihn auf, lässt ihn antrocknen und wäschst ihn im Meer und unter der Dusche ab. Die Tourismusbehörde schreibt ihm wohltuende Wirkungen auf Haut und Kreislauf zu, nimm das als Versprechen der Badeorte, nicht als ärztliche Empfehlung. In Hotels liegt der Schlamm in Kübeln bereit, an öffentlichen Stränden wird er oft verkauft.

Wann es angenehm ist und wann zu heiß

Von Oktober bis April ist das Ufer am angenehmsten. Tagsüber wird es warm genug zum Baden, das Wasser ist warm, und nachmittags liegt goldenes Licht über den Bergen auf der anderen Seite. Von Juni bis September steigen die Temperaturen hier unten regelmäßig über 40 Grad, dann ist der Aufenthalt nur am frühen Morgen und im Hotel mit Pool erträglich. Im Winter ist es am Toten Meer warm, während es in Amman und Petra kalt sein kann. Das macht das Ufer zu einem guten Ruhetag zwischen Besichtigungen. Mehr zu Klima und Monaten steht bei der besten Reisezeit für Jordanien.

Gut zu wissen: Auf dem gegenüberliegenden Ufer liegen das Westjordanland und Israel. Fotografier keine militärischen Anlagen oder Kontrollposten an der Uferstraße und halte die Personalpapiere griffbereit, unterwegs gibt es gelegentlich Kontrollen.

Ausflüge rund ums Ufer

Das Tote Meer ist mehr als Baden. In wenigen Minuten erreichst du mehrere Ziele, die sich gut mit einem Strandtag verbinden lassen.

  • Wadi Mujib: Die Schlucht mündet direkt an der Uferstraße südlich der Hotels. Im Sommerhalbjahr watest du durch den Bach zwischen hohen Felswänden, Details stehen bei Wadi Mujib.
  • Dead Sea Panorama: Ein Aussichtspunkt an den Klippen oberhalb des Ufers mit Blick auf das ganze Becken, beliebt zum Sonnenuntergang.
  • Taufstelle: Etwa neun Kilometer nördlich des Toten Meeres liegt die Taufstelle am Jordan, UNESCO-Welterbe. Der Eintritt für ausländische Besucher kostet laut Tourismusbehörde 12 JD inklusive Shuttle und Führung (Stand November 2026).
  • Madaba und Berg Nebo: Eine halbe bis eine Stunde bergauf liegen die Mosaikstadt und der Aussichtsberg über dem Jordantal, siehe Madaba und Berg Nebo.
  • Ma'in: Die heißen Quellen liegen in einer Schlucht zwischen Ufer und Madaba, laut Tourismusbehörde 264 Meter unter dem Meeresspiegel. Andere Thermalorte der Region vergleicht die Seite heiße Quellen und Oasen.

Im äußersten Süden, bei Ghor es-Safi, stehen die Höhle, die der Überlieferung nach dem Propheten Lot als Zuflucht diente, und das kleine Museum am tiefsten Punkt der Erde. Das Museum ist im Jordan Pass enthalten. Für einen Ausflug von der Hotelzone dorthin brauchst du einen halben Tag.

Anfahrt und Übernachtung

Mit dem Mietwagen ist die Anfahrt einfach: Von Amman führt eine gut ausgebaute Straße hinunter ins Jordantal, von dort geht es nach Süden zu den Hotels. Die Uferstraße weiter Richtung Süden ist breit, aber stellenweise kurvig, und es gibt nur wenige Tankstellen. Welche Regeln im Straßenverkehr gelten, erklärt die Seite Mietwagen in Jordanien. Ohne Auto nimmst du ein Taxi oder einen Transfer aus Amman, öffentliche Busse sind für Touristen kaum praktikabel.

Ob eine Übernachtung sich lohnt, hängt vom Plan ab. Wer ohnehin am Flughafen Queen Alia landet, schläft gern die erste Nacht am Wasser, um sich vom Flug zu erholen. Wer von Süden kommt, legt den Strandtag am Ende ein. Unterkünfte am Ufer sind überwiegend große Resorts mit Pools und Spa, einfache Pensionen gibt es kaum. Wo du in anderen Landesteilen günstiger unterkommst, zeigt die Übersicht Übernachten in Jordanien. Mit Familie lohnen sich Resorts mit Süßwasserpool besonders, weitere Hinweise dazu findest du bei Jordanien mit Kindern.

Häufige Fragen

Ist ein Ausflug ans Tote Meer im Moment ratsam?

Das Auswärtige Amt rät mit Stand 6. November 2026 von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, das Tote Meer gehört nicht zu den Grenzgebieten mit dringendem Abraten. Das Amt nennt die Badeorte am Toten Meer und das Wadi Mujib aber ausdrücklich bei Diebstählen und Autoaufbrüchen. Lass also nichts sichtbar im Wagen liegen und nimm nur das Nötigste mit an den Strand.

Wie weit ist das Tote Meer von Amman entfernt?

Die Hotelzone am Nordende liegt grob 50 bis 60 Kilometer von der Innenstadt entfernt, ohne Stau brauchst du ungefähr eine Stunde. Die Straße führt in Serpentinen rund 1200 Höhenmeter hinunter, die Ohren gehen dabei zu wie im Flugzeug. Vom Flughafen Queen Alia ist es ähnlich weit, viele legen die erste oder letzte Nacht deshalb direkt ans Wasser.

Kann man im Toten Meer schwimmen?

Nicht im üblichen Sinn. Das Wasser ist laut der jordanischen Tourismusbehörde etwa zehnmal salziger als normales Meerwasser, du liegst darin wie auf einer Luftmatratze. Kraulen oder Brustschwimmen funktioniert kaum, und Spritzer in den Augen brennen stark. Leg dich langsam zurück, halte den Kopf hoch und bewege dich ruhig.

Lohnt sich das Tote Meer mit Kindern?

Für ältere Kinder ja, wenn sie verstehen, dass kein Wasser in Augen und Mund gelangen darf. Kleine Kinder mit Schürfwunden haben wenig Freude daran, weil das Salz brennt. Resorts mit Süßwasserpools sind für Familien die bessere Wahl als öffentliche Strände. Mehr Tipps stehen bei Jordanien mit Kindern.

Weiterlesen

Das passt dazu

Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

Visit Jordan: The Dead Sea; Auswärtiges Amt: Jordanien, Reise- und Sicherheitshinweise; Jordan Pass: Included Attractions.

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.