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Wer Jordanien bereist, wechselt oft die Unterkunft. Das Land ist klein, aber die großen Ziele liegen in sehr unterschiedlichen Landschaften: eine Hauptstadt auf Hügeln, eine Felsenstadt im Bergland, eine Wüste, ein Salzsee unter dem Meeresspiegel und eine Küstenstadt am Roten Meer. Jeder dieser Orte hat seine eigene Art zu übernachten. Wer die richtigen Hotels, Camps und Gästehäuser wählt, spart Fahrzeit, kommt früh an die Sehenswürdigkeiten und schläft auch im Winter warm. Hier steht, wo du wohnst, welche Art zu welchem Ort passt und worauf du bei der Buchung achtest. Den Überblick über das Land gibt unsere Zentrale zu Jordanien.
Wie viele Nächte wo?
Für eine Woche oder zehn Tage haben sich vier bis fünf Stationen bewährt. Weniger heißt längere Tagesfahrten, mehr heißt ständiges Packen.
| Ort | Nächte | Warum | Unterkunftsart |
|---|---|---|---|
| Amman oder Madaba | 1 bis 2 | Ankunft, Zitadelle, Ausflug nach Jerash | Stadthotel, Gästehaus |
| Wadi Musa (Petra) | 2 | früher Start in Petra, Abend in der Stadt | Hotel nahe Eingang |
| Wadi Rum | 1 bis 2 | Sonnenuntergang, Sterne, Jeeptour | Camp |
| Aqaba | 2 bis 3 | Schnorcheln, Strand, Erholung | Stadthotel oder Resort |
| Totes Meer | 1 | Baden, Sonnenuntergang über dem Wasser | Resort |
| Dana | 1 | Wandern, Ruhe | Gästehaus, Zeltplatz |
Wie diese Stationen zu einer Route werden, zeigt die Jordanien Rundreise mit Fahrzeiten und Varianten.
Amman: das richtige Viertel wählen
Amman ist auf Hügeln gebaut, die die Einheimischen Jabal nennen. Wer die Karte flach liest, unterschätzt die Wege, denn zwischen zwei Punkten liegen oft steile Treppen oder lange Umwege. Wähle das Viertel nach dem, was du vorhast.

Jabal Amman mit der Rainbow Street ist für den ersten Besuch die angenehmste Lage. Du wohnst zu Fuß von Cafés und Restaurants, und die Altstadt ist erreichbar. Die Altstadt unten im Tal, Downtown genannt, ist laut, lebendig und günstig, mit einfachen Hotels in der Nähe von Zitadelle und Theater. Abdali und Shmeisani sind moderne Geschäftsviertel mit großen Hotels, gut für Komfort, aber weiter vom alten Amman entfernt. Was du in der Stadt siehst, steht bei Amman.
Wer nur eine Nacht vor dem Weiterflug oder nach der Ankunft braucht, schaut sich Madaba an. Die Stadt liegt näher am Flughafen als Amman, ist ruhiger und hat die berühmte Mosaikkarte. Mehr dazu bei Madaba und dem Berg Nebo.
Wadi Musa: so nah wie möglich an Petra
In Wadi Musa entscheidet die Lage über deinen Tag in Petra. Unten am Visitor Center stehen mehrere Hotels, von denen du morgens zu Fuß in wenigen Minuten am Eingang bist. Je weiter du den Hang hinauf wohnst, desto günstiger und oft schöner ist der Blick, aber desto länger der Weg. Zu Fuß geht es abends den Berg hinauf, morgens brauchst du ein Taxi, das um 5:30 Uhr nicht immer bereitsteht.
Auch rund um Al Bayda nördlich der Stadt gibt es einfache Camps und Gästehäuser. Dort wohnst du ruhiger und nah an Little Petra, bist aber auf ein Auto angewiesen. Für Petra selbst ist das weniger praktisch.
Typischer Fehler: Ein Hotel in Wadi Musa nur nach Bewertungen buchen und die Entfernung zum Visitor Center übersehen. Ein Kilometer Luftlinie kann hier zwanzig Minuten steilen Weg bedeuten. Prüf die Lage auf der Karte mit Höhenlinien oder frag das Hotel nach einem Shuttle.
Wadi Rum, Totes Meer, Aqaba und Dana
Im Wadi Rum schläfst du im Camp. Die Spanne reicht vom einfachen Zelt mit geteilten Bädern bis zum Glaskuppelzelt mit eigenem Bad und Blick in den Sternenhimmel. Fast alle Camps haben ein großes Gemeinschaftszelt, eine Art Majlis mit Teppichen und Kissen, in dem abends gegessen und Tee getrunken wird. Die Unterschiede und worauf du bei der Wahl achtest, stehen bei den Camps im Wadi Rum.
Am Toten Meer liegt am Nordostufer ein Streifen großer Resorts mit eigenem Strand, Pools und Spa. Günstige Hotels gibt es dort kaum. Eine Nacht reicht den meisten, ein Badetag geht auch als Ausflug ab Amman. Mehr zu Stränden und Badeplätzen steht beim Toten Meer in Jordanien.
In Aqaba wählst du zwischen Stadthotels im Zentrum, von denen du zu Fuß an die Promenade und in die Restaurants kommst, und Resorts weiter im Süden, näher an den Riffen. Wer vor allem schnorcheln will, ist im Süden besser aufgehoben, wer abends ausgehen möchte, in der Stadt. Was Aqaba sonst bietet, steht bei Aqaba.
In den Schutzgebieten betreibt die Naturschutzorganisation RSCN eigene Unterkünfte, etwa ein Gästehaus und den Zeltplatz Rummana im Dana-Reservat, Chalets am Wadi Mujib und eine Lodge in Azraq. Die Ausstattung ist schlicht, die Lage dafür oft einzigartig. Für Wanderer im Dana-Reservat ist das die naheliegende Wahl, und ein trockenes Wadi liegt meist direkt vor der Tür.
Worauf du bei der Buchung achtest
Ein paar Punkte entscheiden in Jordanien über einen guten oder schlechten Aufenthalt:
- Steuern und Service: Viele Preise sind ohne Steuern und Servicegebühr angegeben. Auf der Rechnung kommen dann deutliche Aufschläge dazu. Frag nach dem Endpreis.
- Heizung: Von Dezember bis Februar ist es in Petra, Amman und Dana nachts kalt. Frag nach Heizung, nicht nur nach Klimaanlage.
- Klimaanlage: Im Sommer brauchst du sie in Aqaba und am Toten Meer unbedingt, in Petra oft nur tagsüber.
- Frühstück: In einfachen Häusern meist dabei, in großen Hotels oft nicht. Im Wadi Rum ist Abendessen fast immer inklusive.
- Parken: In Amman ein echtes Thema. Wer mit dem Mietwagen kommt, fragt nach einem Parkplatz.
- Stornierung: Bei der aktuellen Lage lohnt ein flexibler Tarif, auch wenn er etwas mehr kostet.
Die Hotels sind vom Tourismusministerium in Sternekategorien eingeteilt. Die Sterne sagen etwas über die Ausstattung, aber wenig über Lage und Sauberkeit. Achte auf aktuelle Fotos und auf die Entfernung zu dem, was du sehen willst.
Gut zu wissen: Das Auswärtige Amt rät, Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit zu vermeiden. Wähle die Etappen so, dass du vor Sonnenuntergang ankommst, im Winter also bis etwa 17 Uhr. Das spricht für Unterkünfte an der Strecke statt für lange Umwege zu einem Wunschhotel. Und wer morgens früh nach Petra will, bestellt das Taxi am Vorabend über die Rezeption.
Was eine Nacht ungefähr kostet
Feste Preise gibt es nicht, aber eine Reihenfolge: Am teuersten sind die Resorts am Toten Meer, gefolgt von gehobenen Hotels in Amman und Aqaba und den Komfortcamps im Wadi Rum. Wadi Musa liegt im Mittelfeld, mit großer Auswahl in allen Klassen. Einfache Gästehäuser in Amman, Madaba und Dana sind die günstigsten Unterkünfte. In der Hochsaison im März, April, Oktober und November steigen die Preise, im Sommer und im Hochwinter sind Rabatte häufiger.
Eine Rechnung mit Unterkunft, Transport und Eintritten pro Tag und Reisestil findest du bei Jordanien Kosten. Wer die Reise lieber als Paket mit festen Hotels bucht, vergleicht Rundreisen verschiedener Anbieter.
Häufige Fragen
Wo übernachtet man in Jordanien am besten für Petra?
In Wadi Musa, dem Ort direkt am Eingang. Hotels unten in der Nähe des Visitor Center sparen dir morgens Zeit, damit du um 6 Uhr in den Siq kommst. Weiter oben im Ort sind Unterkünfte oft günstiger und haben Aussicht, du brauchst aber ein Taxi oder gehst bergab und bergauf. Plane zwei Nächte, damit du einen ganzen Tag ohne Anreise in Petra hast.
Sollte man Hotels in Jordanien wegen der aktuellen Lage anders buchen?
Das Auswärtige Amt rät mit Stand 6. November 2026 von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, Flüge können kurzfristig ausfallen. Wer trotzdem reist, bucht am besten mit kostenloser Stornierung bis kurz vor Anreise und zahlt nicht alles im Voraus. Prüf, ob deine Versicherung Mehrkosten bei Flugausfällen übernimmt, und halte die Kontaktdaten der Hotels griffbereit, falls du eine Nacht verlängern musst.
Braucht man im Winter in Jordanien eine Heizung im Hotel?
Ja, besonders in Petra, Amman und Dana. Im Bergland wird es von Dezember bis Februar nachts kalt, und viele einfache Hotels haben nur eine Klimaanlage, die schwach heizt, oder einen Elektroofen. Frag vor der Buchung nach Heizung und zusätzlichen Decken. Im Wadi Rum sind Camps mit Decken ausgestattet, trotzdem sind warme Kleidung und eine Mütze für die Nacht sinnvoll.
Kann man am Toten Meer günstig übernachten?
Kaum. Am jordanischen Ufer stehen vor allem große Resorts, günstige Unterkünfte direkt am Wasser sind selten. Viele schlafen deshalb in Amman oder Madaba und fahren für einen Badetag hin, entweder an einen öffentlichen Strand oder mit einem Tagespass in ein Resort. Eine Alternative für Naturfreunde sind die Chalets der Naturschutzorganisation RSCN am Wadi Mujib.




