Rote Sandebene im Wadi Rum vor zerklüfteten Felsbergen unter einem bewölkten Himmel.

Ratgeber · Jordanien

Beste Reisezeit für Jordanien: Monat für Monat

Die beste Reisezeit für Jordanien sind März bis Mai und Oktober bis November: tagsüber angenehm warm in Petra und im Wadi Rum, abends frisch. Im Sommer ist es im Süden und am Toten Meer sehr heiß, im Winter wird es im Hochland kalt, während Aqaba mild bleibt.

Aktueller Hinweis zu Beste Reisezeit für Jordanien: Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, für die Grenzgebiete zu Syrien und Irak sowie den Nordosten dringend. Grund ist die angespannte Lage in der Region. Gültig seit 29. Oktober 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

Beste MonateMärz bis Mai, Oktober bis November
Heißeste ZeitJuni bis September, Totes Meer und Aqaba oft um 40 Grad
Kälteste ZeitDezember bis Februar, Petra nachts um den Gefrierpunkt
Baden im WinterAqaba mit rund 20 Grad und mehr
Regenvor allem November bis März im Norden und Hochland
Ramadan 2027voraussichtlich Februar bis März
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Jordanien ist ein kleines Land mit großen Höhenunterschieden, und genau das bestimmt die beste Reisezeit. Zwischen dem Hochland um Amman und Petra auf 800 bis 1.100 Metern und dem Toten Meer rund 430 Meter unter dem Meeresspiegel liegen nur eine Autostunde und oft zehn Grad Unterschied. Deshalb hängt das Klima stark von der Region ab, und es gibt nicht die eine richtige Reisezeit, sondern Monate, in denen alle Regionen gleichzeitig angenehm sind. Das sind März bis Mai und Oktober bis November. Was in den übrigen Monaten möglich ist, steht unten Monat für Monat. Den Gesamtüberblick zum Land findest du bei Jordanien Urlaub.

Drei Klimazonen auf kurzer Strecke

Im Hochland liegen Amman, Madaba, Karak, Dana und Wadi Musa mit dem Zugang zu Petra. Hier ist das Klima mediterran mit trockenen, warmen Sommern und kühlen, feuchten Wintern. Regen fällt vor allem von November bis März, im Norden mehr als im Süden. Im Januar und Februar kann es schneien, dann sind Straßen im Hochland zeitweise gesperrt.

Im Jordantal, am Toten Meer und im Wadi Araba ist es das ganze Jahr wärmer und trockener. Im Winter ist das angenehm, im Sommer drückend heiß. Aqaba am Roten Meer gehört zum selben Wüstenklima, mit fast keinem Regen und Sonne an praktisch jedem Tag.

Das Wadi Rum liegt auf knapp 1.000 Metern in der Wüste. Tagsüber ist es dort wärmer als in Petra, nachts kühlt es stark ab, im Winter bis an den Gefrierpunkt. Für eine Nacht im Camp brauchst du dann mehr als einen Pulli.

Jordanien Monat für Monat

Die Werte sind grobe Tageshöchstwerte in Grad Celsius, gerundet aus langjährigen Klimamitteln. Einzelne Jahre und Wetterlagen weichen deutlich ab, für die konkrete Woche schaust du in eine aktuelle Vorhersage.

Monat Amman Petra Wadi Rum Totes Meer Aqaba Einschätzung
Januar um 12 um 12 um 16 um 20 um 21 kalt im Hochland, Aqaba gut
Februar um 14 um 13 um 18 um 22 um 23 wechselhaft, Regen möglich
März um 18 um 17 um 22 um 26 um 26 gut, Frühling im Norden
April um 23 um 22 um 27 um 30 um 31 sehr gut, viel los
Mai um 28 um 26 um 31 um 34 um 35 gut, früh starten
Juni um 31 um 30 um 34 um 37 um 38 heiß im Süden
Juli um 32 um 31 um 35 um 39 um 40 nur mit Hitze-Plan
August um 33 um 31 um 35 um 39 um 40 nur mit Hitze-Plan
September um 31 um 29 um 33 um 37 um 37 heiß, Ende des Monats besser
Oktober um 27 um 25 um 29 um 32 um 33 sehr gut
November um 20 um 19 um 23 um 27 um 27 gut, Regen möglich
Dezember um 14 um 14 um 18 um 22 um 23 kühl, Aqaba angenehm

Frühling: März bis Mai

Das ist die stärkste Zeit des Jahres. Im Norden um Jerash und Ajloun ist das Land nach dem Winterregen grün, an den Straßen blühen Felder. In Petra läufst du bei 20 bis 25 Grad zum Kloster, ohne dich zu quälen. Im Wadi Rum sind die Tage warm und die Nächte angenehm frisch. Der Haken: Ostern und die Wochen danach sind die vollste Zeit, Hotels in Wadi Musa und gute Camps sind früh ausgebucht. Ab Mitte Mai wird es im Süden schon heiß.

Sommer: Juni bis September

Im Sommer ist Jordanien heiß, aber trocken. In Amman ist es mit Tageswerten um 30 Grad gut auszuhalten, abends wird es angenehm. In Petra und im Wadi Rum heißt die Regel: von etwa 6 bis 10 Uhr und ab dem späten Nachmittag draußen, mittags Pause. Am Toten Meer und in Aqaba sind 40 Grad normal. Dafür sind die Stätten leerer und viele Hotels günstiger. Wie du mit der Hitze umgehst, von Wasser bis Kopfbedeckung, steht bei Hitze und Gesundheit.

Herbst: Oktober und November

Der Herbst ist die zweite Hauptsaison und für viele die beste Wahl, weil die Hitze des Sommers nachlässt, das Meer in Aqaba aber noch warm ist. Ab November können die ersten Regenfälle kommen. Das ist meist kein Problem für die Reise, aber ein Thema für Schluchten: Nach Regen drohen in Wadis plötzliche Sturzfluten, auch dann, wenn es dort selbst nicht regnet. 2025 mussten Besucher deshalb aus der Schlucht von Petra evakuiert werden. Ein Wadi ist ein Trockental, das bei Regen in kurzer Zeit zum reißenden Fluss werden kann.

Winter: Dezember bis Februar

Im Winter teilt sich das Land. Amman, Petra und das Hochland sind kühl bis kalt, mit Regen und an manchen Tagen Schnee. Viele einfache Hotels und Gästehäuser sind nicht gut geheizt. Das Tote Meer und Aqaba sind dann dagegen angenehm warm, Aqaba ist eines der wenigen Ziele im Orient, wo du im Januar baden kannst. Für eine Reise mit Petra im Winter planst du warme Kleidung und einen flexiblen Tag ein, falls das Wetter umschlägt. Weitere warme Ziele für diese Monate vergleicht die Übersicht beste Reisezeit im Orient.

Was die Reisezeit für einzelne Ziele bedeutet

Manche Ziele haben eigene Regeln, die über das Wetter hinausgehen:

  • Petra: Bei Regen kann der Zugang durch den Siq gesperrt werden. Im Sommer ist der frühe Start Pflicht. Für den Weg zum Kloster und die Höhenwege sind Frühling und Herbst ideal. Mehr bei Petra besuchen.
  • Wadi Rum: Die schönste Zeit sind März bis Mai und Oktober bis November. Im Winter sind die Nächte kalt, im Sommer die Mittage. Alles zu Touren und Camps steht beim Wadi Rum.
  • Wadi Mujib: Der Siq Trail durch die Schlucht ist nur in der warmen Jahreshälfte geöffnet, weil im Winter Hochwasser droht. Die genauen Saisondaten prüfst du vor der Reise.
  • Aqaba: Baden geht das ganze Jahr, am angenehmsten sind Oktober bis Mai. Im Sommer ist das Wasser warm, die Luft aber oft über 40 Grad. Mehr bei Aqaba am Roten Meer.
  • Dana und Wanderungen: Frühling und Herbst. Im Sommer ist der Abstieg nach Feynan in die Wüste zu heiß, im Winter kann es im Dorf Dana neblig und kalt sein.

Gut zu wissen: Wer im Winter durch die Wüste nach Petra fährt, startet oft im Kurzarmshirt und kommt bei einstelligen Temperaturen an. Pack eine warme Schicht ins Handgepäck, nicht in den Koffer im Kofferraum.

Ramadan, Feiertage und Wochenende

Der Fastenmonat Ramadan verschiebt sich jedes Jahr um gut zehn Tage nach vorn. 2027 fällt er voraussichtlich in den Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang März, der genaue Beginn hängt von der Mondsichtung ab. Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants für Touristen bleiben offen. Tagsüber isst, trinkst und rauchst du in der Öffentlichkeit aus Rücksicht nicht, viele Lokale außerhalb der Hotels öffnen erst zum Fastenbrechen am Abend. Was der Ramadan sonst für Reisende ändert, erklärt der Ratgeber Reisen im Ramadan.

Rund um das Fastenbrechen am Ende des Ramadan und das Opferfest reisen viele Jordanier und Besucher aus Nachbarländern. Dann sind das Tote Meer, Aqaba und Wadi Rum voll und teurer. Das Wochenende liegt auf Freitag und Samstag, an diesen Tagen ist an den Ausflugszielen nahe Amman mehr los.

Unsere Empfehlung nach Reisestil

Für eine erste Reise mit Petra, Wadi Rum und Totem Meer: April oder Oktober. Für Wanderungen in Dana und Petra: März, April oder November. Für Sonne und Baden mit einem kurzen Abstecher nach Petra: Dezember bis Februar mit Standort Aqaba. Für kleines Budget und leere Stätten: Juni oder September, mit konsequentem Hitzeplan.

Welche Route in welchen Monat passt, zeigt der Plan für eine Woche Jordanien. Und was du für kalte Nächte oder heiße Tage einpackst, steht in den Jordanien Reisetipps.

Häufige Fragen

Ist es zur Zeit sicher, nach Jordanien zu reisen?

Eine eigene Einschätzung geben wir dazu nicht, maßgeblich ist das Auswärtige Amt. Es rät mit Stand 6. November 2026 von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien ab, wegen der regionalen Lage, und dringend von Reisen in die Grenzgebiete zu Syrien und Irak und in den Nordosten. Für die Wahl des Reisemonats heißt das: Plane flexibel, achte auf Umbuchungsbedingungen und lies die Hinweise kurz vor Abflug erneut.

Wie warm ist es in Jordanien im Februar?

Kühl im Hochland, mild im Süden. In Amman und Petra liegen die Tageswerte im Februar grob zwischen 12 und 16 Grad, nachts kann es frieren, und Regen oder sogar Schnee sind möglich. Am Toten Meer ist es mit rund 20 Grad angenehm, in Aqaba ähnlich. Für Petra brauchst du eine warme Jacke, für Aqaba trotzdem Badesachen.

Kann man im Sommer nach Jordanien reisen?

Ja, wenn du mit Hitze umgehen kannst und den Tag danach planst. In Petra und im Wadi Rum heißt das: Start um 6 Uhr, mittags Pause im Schatten oder Hotel, am späten Nachmittag wieder hinaus. Am Toten Meer und in Aqaba steigen die Temperaturen oft auf 38 bis 40 Grad. Dafür sind Hotels günstiger und die Stätten leerer.

Wann ist die beste Zeit für das Tote Meer?

Von Oktober bis April. Dann liegen die Tageswerte ungefähr zwischen 20 und 30 Grad, und die Sonne ist angenehm. Im Sommer ist es am tiefsten Punkt der Erde an Land extrem heiß, das Wasser fühlt sich dann eher warm als erfrischend an. Im Hochsommer ist der frühe Morgen die einzige wirklich angenehme Badezeit.

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Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

Auswärtiges Amt: Jordanien, Reise- und Sicherheitshinweise (Naturkatastrophen, Sturzfluten); Visit Jordan (Jordan Tourism Board): Entrance Fees (Saisonzeiten Naturreservate).

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.