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Hurghada war vor wenigen Jahrzehnten ein Fischerort, heute ist es der wichtigste Badeort Ägyptens. Die Stadt besteht aus einer langen Kette von Hotels, Wohngebieten und Marinas, die sich über viele Kilometer am Ufer des Roten Meers zieht. Dahinter beginnt sofort die Wüste mit kahlen Bergen. Für den Urlaub zählen drei Dinge: warmes Wasser mit Riffen direkt vor der Küste, Sonne fast an jedem Tag und eine Flugzeit von rund viereinhalb Stunden ab Deutschland. Die Kehrseite sind große Hotelanlagen, viel Verkehr und ein Ort, der eher praktisch als schön ist. Diese Seite gibt dir den Überblick, ausführliche Tipps zu Stränden, Hotels und Ausflügen findest du auf einer eigenen Seite zum Roten Meer bei Hurghada.
Wie Hurghada zu einer Reise ans Rote Meer oder an den Nil passt, zeigt die Übersicht zu Ägypten.
Die Stadtteile: wo du wohnst, bestimmt den Urlaub
Grob lässt sich Hurghada von Nord nach Süd in vier Zonen teilen.
| Gegend | So ist es | Gut für | Haken |
|---|---|---|---|
| El Dahar | ältester Teil, Märkte, kaum Touristen | Alltag und Souk | wenig Strand, laut |
| Sakkala und Marina | Zentrum mit Restaurants, Bars, Bootsanlegern | Abende, Ausflüge | volle Straßen |
| Südliche Hotelzone | lange Reihe großer Anlagen am Strand | Badeurlaub, Familien | ohne Taxi kaum mobil |
| Sahl Hasheesh und weiter südlich | eigene Resortbuchten, ruhig | Erholung | weit vom Zentrum |
In El Dahar erlebst du Hurghada so, wie die Einwohner es kennen. Der Souk mit Gewürzen, Stoffen und Haushaltswaren ist kein Basar für Touristen, sondern ein Markt für den Alltag. Sakkala und die Marina sind das Ausgehviertel mit Restaurants, Cafés und den Anlegern der Ausflugsboote. Die meisten Urlauber wohnen aber in den Hotelzonen weiter südlich, wo Strand und Pool im Mittelpunkt stehen. Ganz im Süden folgen eigenständige Buchten wie Makadi Bay, im Norden die Lagunenstadt El Gouna.
Baden, Schnorcheln und Tauchen
Viele Hotels haben einen eigenen Strand, einige einen Steg zum Hausriff. Ob das Riff wirklich lebendig ist, unterscheidet sich stark, frag vor der Buchung genau nach. Der beliebteste Schnorchelausflug führt mit dem Boot zu den Giftun-Inseln vor der Küste, die zu einem Schutzgebiet gehören. Dort hast du klares Wasser, Korallen und viele Fische. Die Boote starten morgens an der Marina, sind in der Hauptsaison voll und kommen am späten Nachmittag zurück. Für Taucher gibt es Dutzende Plätze in kurzer Bootsentfernung, darunter Riffe und Wracks. Wie Hurghada im Vergleich zu anderen Revieren abschneidet, steht im Ratgeber zum Tauchen im Orient.

Typischer Fehler: Korallen anfassen oder auf dem Riff stehen, um Fotos zu machen. Das zerstört sie in Sekunden und ist im Schutzgebiet verboten. Trag beim Schnorcheln eine Schwimmweste, wenn du unsicher bist, statt dich am Riff festzuhalten.
Ausflüge ab Hurghada
Neben Inseln und Riffen gibt es drei typische Ausflüge. In die Wüste geht es mit Quad oder Geländewagen zu einem Beduinenzelt, meist am Nachmittag. Das ist eher Unterhaltung als Abenteuer, aber nett für einen Abend. Buche nur bei zugelassenen Anbietern über dein Hotel oder seriöse Agenturen, denn das Auswärtige Amt warnt vor entlegenen Wüstengebieten, die von den Behörden gesperrt sind.
Der große Ausflug ist Luxor mit Karnak und dem Tal der Könige. Die Fahrt dauert je nach Verkehr und Kontrollen rund vier Stunden pro Richtung, ein Tagesausflug ist also lang. Wenn dich die Tempel wirklich interessieren, plane besser eine Nacht in Luxor ein. Auch Kairo ist als Ausflug buchbar, dann meist mit Inlandsflug.
Klima und beste Reisezeit
Hurghada ist ganzjährig ein Badeziel, aber nicht jeder Monat ist gleich angenehm. Von November bis Februar liegen die Tageswerte um 22 bis 25 Grad, abends wird es frisch, und der fast ständige Nordwind fühlt sich kühler an. Im Frühjahr und Herbst ist es mit 28 bis 32 Grad ideal. Von Juni bis September steigen die Temperaturen auf deutlich über 35 Grad, das Wasser ist dann am wärmsten. Der Wind macht die Hitze erträglicher, als die Zahlen vermuten lassen, sorgt aber auch für schnellen Sonnenbrand, weil du die Strahlung kaum spürst. Regen fällt fast nie. Mehr zu den Monaten steht bei der besten Reisezeit für Ägypten.
Abende, Essen und Alltag außerhalb des Hotels
Viele Urlauber verlassen ihre Anlage kaum, weil das All-inclusive-Paket alles abdeckt. Das ist bequem, aber du verpasst die Stadt. An der Marina und in Sakkala gibt es Fischrestaurants, Cafés und Bars, in El Dahar einfache Garküchen mit Ful, Falafel und Koshari zu sehr kleinen Preisen. Abends ist die Promenade an der Marina der Treffpunkt, mit Booten im Hafen und Restaurants am Wasser. Alkohol bekommst du in Hotels, Bars und touristischen Restaurants, in einfachen Lokalen dagegen meist nicht.
Für Spaziergänge gilt: Am Strand und im Hotel ist Badekleidung normal, in der Stadt und auf dem Markt bedeckst du Schultern und Knie. Das ist keine Vorschrift, erspart dir aber viele Blicke und Sprüche. Frauen, die allein unterwegs sind, werden häufiger angesprochen. Ein bestimmtes, freundliches Nein und Weitergehen hilft meist mehr als lange Diskussionen.
Familien finden in Hurghada viel: flache Sandstrände in der südlichen Hotelzone, Kinderbecken, Animation und kurze Bootsausflüge. Achte bei kleinen Kindern auf Schatten, denn die Sonne ist auch im Winter stark, und auf Wasser aus Flaschen, auch beim Zähneputzen.
Geld, Trinkgeld und Taxis
Im Hotel zahlst du oft in Euro oder mit Karte, draußen in ägyptischen Pfund. Trinkgeld, hier Bakschisch genannt, gehört dazu, für Zimmerservice, Kellner und Bootsbesatzung. Wie viel angemessen ist, erklärt die Seite zum Trinkgeld in Ägypten. Taxis haben selten ein laufendes Taxameter, mach den Preis vor der Fahrt aus. Das Auswärtige Amt berichtet von Taxifahrern, die versuchen, Urlauber zu übervorteilen. App-Fahrdienste sind eine gute Alternative, wenn du mobiles Netz hast.
Für die Einreise brauchst du ein Visum, das du bei Ankunft am Flughafen oder vorab als eVisa bekommst. Halte für das Visum bei Ankunft US-Dollar in bar bereit.
Hurghada oder ein anderer Ort am Roten Meer?
Hurghada passt, wenn du Auswahl willst: viele Hotels in allen Preisklassen, Restaurants außerhalb der Anlage, kurze Wege zu Booten. Wer mehr Ruhe sucht, wohnt in Makadi Bay oder Sahl Hasheesh und fährt nur für Ausflüge in die Stadt. Wer eine gepflegte Kleinstadt mit Lagunen sucht, ist in El Gouna besser aufgehoben. Für unberührtere Riffe und weniger Trubel lohnt der Blick weiter nach Süden, nach Marsa Alam. Und wer zwischen Rotem Meer und Sinai schwankt, vergleicht Hurghada mit Sharm el-Sheikh, dem Badeort an der Südspitze der Halbinsel.
Häufige Fragen
Gibt es eine Reisewarnung für Hurghada?
Nein. Die Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts für Ägypten betrifft mit Stand November 2026 den Nord-Sinai, das Grenzgebiet zu Israel und entlegene Wüstengebiete. Hurghada liegt nicht darin. Für die Touristengebiete am Roten Meer rät das Amt aber zu besonderer Vorsicht, etwa bei Taxis und gegenüber Belästigungen. Wegen der Lage am Golf können Flüge kurzfristig ausfallen, prüf also den Flugstatus.
Ist die Altstadt von Hurghada gefährlich?
El Dahar ist kein Touristenviertel, sondern ein ganz normales ägyptisches Stadtviertel mit Märkten, Werkstätten und viel Verkehr. Gefährlich ist es dort nicht automatisch, aber laut, eng und für viele ungewohnt. Händler sprechen dich an, Taxifahrer versuchen höhere Preise. Geh tagsüber oder am frühen Abend, mach Preise vorher aus und halte Wertsachen nah am Körper.
Wie warm ist das Wasser in Hurghada?
Im Winter liegt das Meer ungefähr bei 22 Grad, im Spätsommer steigt es auf etwa 28 Grad. Baden geht also das ganze Jahr, im Januar und Februar empfinden viele das Wasser aber als frisch, und an windigen Tagen fröstelt man beim Rauskommen. Für längeres Schnorcheln hilft dann ein dünner Neoprenanzug, den viele Boote leihen.




