Lehmhäuser eines Berberdorfs im Hohen Atlas stehen am Hang vor einem steilen, schneebedeckten Bergmassiv.

Ratgeber · Marokko

Beste Reisezeit für Marokko: Küste, Städte und Wüste

Die beste Reisezeit für Marokko sind März bis Mai und Oktober bis November: In Städten und Wüste ist es dann warm, aber nicht heiß. Im Sommer weichst du an die Atlantikküste aus, im Winter nach Agadir, und im Hohen Atlas liegt von Dezember bis März oft Schnee.

Aktueller Hinweis zu Beste Reisezeit für Marokko: Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen in die Westsahara und in die Grenzregion zu Algerien ab. Für die übrigen Landesteile gelten die allgemeinen Sicherheitshinweise. Gültig seit 2. November 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

RundreiseMärz bis Mai, Oktober bis November
WüsteOktober bis April, Nächte im Winter um 0 Grad
Atlantikküsteganzjährig mild, Wasser 17 bis 22 Grad
Hoher AtlasWandern Mai bis Oktober, Schnee Dezember bis März
Heißeste MonateJuli und August, Marrakesch oft über 40 Grad
Ramadan 2027voraussichtlich etwa 8. Februar bis 9. März
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Marokko hat kein einheitliches Klima. Während in Marrakesch im Juli 40 Grad gemessen werden, weht in Essaouira ein kühler Wind bei 23 Grad, und auf dem Toubkal liegt im Februar Schnee. Die beste Reisezeit hängt deshalb davon ab, wohin du willst: Für eine Rundreise mit Städten und Wüste sind Frühling und Herbst ideal, für Strand und Wellen die Küste fast das ganze Jahr. Auf dieser Seite findest du die Unterschiede nach Region und Monat. Die Übersicht über das ganze Land steht in der Marokko Zentrale.

Die Regionen und ihr Klima

Drei Faktoren bestimmen das Wetter: der Atlantik, der die Küste das ganze Jahr ausgleicht, das Gebirge, das kalte Luft hält und Regen auffängt, und die Sahara im Süden mit großen Unterschieden zwischen Tag und Nacht. Die Tourismusbehörde nennt für Agadir rund 300 Sonnentage im Jahr. Das zeigt, wie trocken und mild der Süden der Küste ist.

Region Frühling (März bis Mai) Sommer (Juni bis September) Herbst (Oktober, November) Winter (Dezember bis Februar)
Marrakesch 23 bis 30 Grad, ideal 35 bis 40 Grad und mehr 22 bis 29 Grad, ideal 18 bis 20 Grad, Nächte um 5 Grad
Fès und Meknès 20 bis 27 Grad, ideal 32 bis 37 Grad 20 bis 28 Grad 15 bis 17 Grad, Regen möglich
Wüste (Merzouga) 25 bis 35 Grad oft über 40 Grad 25 bis 32 Grad 17 bis 20 Grad, Nächte um 0 Grad
Hoher Atlas Schneeschmelze, ab Mai Wandern angenehm, Hauptsaison gut bis Oktober Schnee, Pässe teils gesperrt
Essaouira 19 bis 21 Grad, Wind 22 bis 23 Grad, viel Wind 21 bis 24 Grad 18 bis 19 Grad
Agadir 22 bis 25 Grad 25 bis 28 Grad 24 bis 27 Grad 20 bis 22 Grad, beste Winterwahl
Tanger, Chefchaouen 18 bis 22 Grad, grün 26 bis 30 Grad 20 bis 25 Grad, Regen ab November 15 bis 17 Grad, regnerisch

Die Werte sind übliche Tageshöchstwerte, einzelne Jahre weichen deutlich ab. Wichtig ist der Unterschied zwischen Tag und Nacht: Im Landesinneren fällt die Temperatur nach Sonnenuntergang schnell um 15 Grad und mehr.

Städte und Rundreisen: Frühling und Herbst

Für Marrakesch, Fès und eine Rundreise durch die Königsstädte sind März bis Mai und Oktober bis November die besten Monate. Du kannst den ganzen Tag durch die Medina laufen, ohne dass dich die Hitze in den Riad zurücktreibt. Im April blühen im Atlasvorland Mandel- und Obstbäume, und die Gipfel tragen noch Schnee. Der Haken: Ostern und die Herbstferien sind Hauptsaison, Riads in Marrakesch und Fès sind dann früh ausgebucht.

Im Sommer funktionieren die Städte nur mit einem anderen Rhythmus. Früh morgens raus, mittags Pause im Schatten oder im Hammam, abends wieder auf die Straße. Für die Medina von Marrakesch kann das gehen, für Volubilis ohne Schatten oder die Fahrt in die Wüste ist es eine Qual. Wie du die Strecke so legst, dass die langen Etappen in kühle Monate fallen, steht bei der Marokko Rundreise.

Unser Rat: Wenn du nur in den Sommerferien kannst, dreh die Reise um. Marrakesch kurz, dann in den Hohen Atlas, wo es in Imlil auf rund 1.700 Metern deutlich kühler ist, und zum Schluss ans Meer nach Essaouira.

Wüste: wann der Sand angenehm ist

In der Sahara um Merzouga und Zagora sind Oktober bis April die angenehmen Monate. Tagsüber hast du dann 20 bis 30 Grad, und der Sand im Erg Chebbi, einem Erg aus hohen Dünen, ist barfuß begehbar. Die Nächte sind die Überraschung: Im Dezember und Januar fällt die Temperatur im Camp bis an den Gefrierpunkt. Gute Camps haben dicke Decken, eine warme Jacke und Mütze brauchst du trotzdem. Von Juni bis September wird es tagsüber oft über 40 Grad heiß. Touren laufen weiter, aber der Kamelritt verschiebt sich in die Stunden nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang. Im Frühjahr kann Wind Sandstürme bringen, dann ist die Sicht für ein paar Stunden schlecht.

Hoher Atlas: Schnee und Wandersaison

Im Hohen Atlas rund um den Toubkal liegt meist von Dezember bis März Schnee, in hohen Lagen länger. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass in der Regenzeit, etwa von November bis März, Schneefälle und Überflutungen den Verkehr im Hohen Atlas behindern können. Auf dem Pass Tizi n’Tichka zwischen Marrakesch und Ouarzazate kommt es dann gelegentlich zu Sperrungen. Die Wandersaison beginnt im Mai und läuft bis Oktober, im Hochsommer ist es oben angenehm, in den Tälern aber noch warm. Für die Besteigung des Toubkal im Winter brauchst du Steigeisen und Erfahrung. Alles zu Saison, Dörfern und Bergführern steht bei Hoher Atlas und Toubkal.

Atlantikküste: Baden, Wind und Wellen

Die Küste ist das ganze Jahr mild, aber nie richtig heiß. Selbst im August klettert das Wasser selten über 22 Grad, im Winter liegt es um 17 bis 18 Grad. In Agadir kannst du im Dezember und Januar bei über 20 Grad am Strand liegen, das macht den Ort zur beliebtesten Winterwahl. Essaouira weiter nördlich ist bekannt für Wind, im Sommer weht er besonders kräftig. Für Surfer sind Oktober bis März die beste Zeit, weil dann die großen Wellen kommen. Wer ruhig baden will, wählt den Spätsommer in Agadir.

Ramadan, Feiertage und Ferien

Der Fastenmonat Ramadan verschiebt sich jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorn. 2027 fällt er voraussichtlich etwa auf den 8. Februar bis 9. März, das genaue Datum hängt von der Mondsichtung ab. Reisen kannst du in dieser Zeit gut. In Marrakesch und anderen Touristenzentren bleiben viele Restaurants geöffnet, auf dem Land und in kleineren Städten sind sie tagsüber oft zu. Iss und trink tagsüber in der Öffentlichkeit aus Rücksicht nicht. Nach Sonnenuntergang wird es lebhaft, die Straßen füllen sich, und in den Garküchen gibt es die Fastenbrechen-Suppe Harira. Marokko stellt die Uhr im Ramadan um eine Stunde zurück, prüf deshalb Abfahrtszeiten von Zügen und Flügen.

Zum Opferfest, das 2027 voraussichtlich Mitte Mai liegt, reisen viele Marokkaner zu ihren Familien. Busse und Züge sind dann voll, manche Geschäfte bleiben einige Tage geschlossen. Was der Ramadan für Reisende allgemein bedeutet, steht bei Reisen im Ramadan.

Monat für Monat kurz

  • Januar und Februar: Städte tagsüber mild, Nächte kalt, Schnee im Atlas, Agadir am angenehmsten.
  • März bis Mai: beste Zeit für fast alles, im April Hauptsaison zu Ostern.
  • Juni: noch gut an der Küste und im Atlas, im Landesinneren schon heiß.
  • Juli und August: Küste und Berge, Marrakesch und Wüste nur mit Hitzeplan.
  • September: im Süden noch heiß, an der Küste warmes Wasser.
  • Oktober und November: zweite beste Phase, ab November Regen im Norden.
  • Dezember: Wüste und Agadir angenehm, über Weihnachten und Silvester volle Riads.

Wie Marokko im Vergleich zu den anderen Ländern des Portals abschneidet, zeigt die beste Reisezeit für den Orient. Was du für kalte Wüstennächte und lange Tage in der Medina einpackst, steht in den Reisetipps für Marokko.

Häufige Fragen

Wie ist das Wetter in Marokko im November?

Für Städte und Rundreisen gut. In Marrakesch liegen die Tageswerte meist um 20 bis 23 Grad, nachts wird es mit etwa 9 Grad frisch. In der Wüste sind die Tage angenehm, die Nächte im Camp kalt. Im Norden um Tanger und Chefchaouen beginnt die Regenzeit, und im Hohen Atlas kann der erste Schnee fallen. Agadir bleibt mit etwa 25 Grad am wärmsten.

Wann ist in Marokko Mückenzeit?

Mücken sind in Marokko für die meisten Reisenden ein kleineres Problem als in Südeuropa. Am ehesten stechen sie von Juni bis September in Oasen, an Flussläufen und in feuchten Gärten, besonders abends. In den trockenen Städten und in der Wüste merkst du wenig davon. Nimm für Abende in Palmenhainen und Riads mit Innenhofbrunnen trotzdem ein Mückenspray mit.

Wann ist die beste Zeit für Surfen in Marokko?

Von Oktober bis März. Dann schicken Stürme über dem Nordatlantik die größten und gleichmäßigsten Wellen an die Küste um Taghazout und Imsouane nördlich von Agadir. Das Wasser hat dann etwa 17 bis 19 Grad, du brauchst einen Neoprenanzug. Im Sommer sind die Wellen kleiner und eher etwas für Anfänger, dafür weht in Essaouira kräftiger Wind für Kitesurfer.

Kann man im Februar nach Marokko reisen?

Ja, mit warmer Kleidung. Tagsüber erreichen Marrakesch und Agadir oft 18 bis 22 Grad, nachts fallen die Werte in Marrakesch unter 8 Grad, in der Wüste bis an den Gefrierpunkt. Riads sind selten geheizt. Im Februar 2027 beginnt zudem voraussichtlich der Ramadan, außerhalb der Touristenzentren haben dann viele Lokale tagsüber geschlossen.

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Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

Visit Morocco: Climate and seasons; Auswärtiges Amt: Marokko, Reise- und Sicherheitshinweise (Naturkatastrophen).

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.