Unter dem Schilfdach einer leeren Restaurantterrasse stehen Tische und Stühle mit Blick über den Dubai Creek auf die Bogenbrücke am anderen Ufer.

Ratgeber · Vereinigte Arabische Emirate

Trinkgeld in Dubai: wie viel im Restaurant, Taxi und Hotel

Trinkgeld ist in Dubai freiwillig, eine feste Regel gibt es nicht. Steht auf der Restaurantrechnung schon ein Service Charge, musst du nichts dazugeben, sonst sind rund zehn Prozent üblich. Im Taxi rundest du auf, im Hotel gibst du Gepäckträgern und Zimmerpersonal ein paar Dirham, am besten bar.

Aktueller Hinweis zu Trinkgeld in Dubai: Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Grund ist die angespannte Lage in der Region; Luftraumsperrungen und Flugausfälle sind kurzfristig möglich, auch beim Umsteigen. Gültig seit 29. Oktober 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

Pflichtkeine, Trinkgeld ist freiwillig
Restaurantmit Service Charge nichts extra, sonst rund 10 Prozent
Taxiaufrunden, bei Hilfe mit Gepäck ein paar Dirham mehr
HotelGepäckträger 5 bis 10 AED, Zimmerpersonal 10 bis 20 AED pro Nacht
TourenGuide und Fahrer je nach Dauer 20 bis 50 AED pro Person
Zahlungbar in Dirham kommt am sichersten an
Auf dieser Seite

Die Frage nach dem Trinkgeld in Dubai bringt viele Urlauber in Verlegenheit, weil die Stadt zwei Welten mischt: Luxushotels, in denen alles nach festen Abläufen geht, und unzählige kleine Lokale, Fahrer und Helfer, die von geringen Löhnen leben. Visit Dubai, die Tourismusbehörde der Stadt, schreibt selbst, dass es keine festen Regeln gibt. Trinkgeld ist freiwillig, aber üblich, und die Beträge sind kleiner, als viele denken. Unten steht, wie viel du im Restaurant, im Taxi, im Hotel und bei Touren gibst und woran du siehst, ob schon etwas auf der Rechnung steht.

Die allgemeinen Regeln zu Geld, Karten und Bargeld in den Emiraten stehen bei den Reisetipps für Dubai. Hier geht es nur um das Trinkgeld.

Gibt es in Dubai eine Pflicht zum Trinkgeld?

Nein. Niemand darf von dir ein Trinkgeld verlangen, und wer schlechten Service bekommt, gibt nichts. Das Personal in Hotels, Restaurants und bei Touren rechnet aber damit, dass Gäste gute Arbeit belohnen. Viele Beschäftigte im Service verdienen wenig und unterstützen mit ihrem Lohn Familien in ihren Heimatländern. Ein Trinkgeld von ein paar Dirham ist für sie spürbar, für dich kaum.

Anders als das Bakschisch in Ägypten oder Marokko ist Trinkgeld in Dubai kein ständiger Begleiter. Niemand hält dir für ein Foto oder eine Wegbeschreibung die Hand hin, und du musst nicht bei jedem Handgriff an Kleingeld denken. Wie stark sich das zwischen den Ländern unterscheidet, zeigt der Vergleich Trinkgeld im Orient, die Regeln für das Nilland stehen bei Trinkgeld in Ägypten.

Trinkgeld im Restaurant: erst die Rechnung lesen

Bevor du etwas gibst, schau auf die Rechnung. Viele Restaurants, vor allem in Hotels und Malls, setzen einen Service Charge auf, oft am Ende als eigene Zeile. Dazu kommen 5 Prozent Mehrwertsteuer und in Hotelrestaurants häufig weitere Gebühren. Steht ein Service Charge auf der Rechnung, ist der Service bezahlt, und ein zusätzliches Trinkgeld ist nicht nötig.

Steht nichts dergleichen darauf, sind rund zehn Prozent eine gute Orientierung. Im gehobenen Restaurant mit sehr aufmerksamem Service darf es etwas mehr sein. In einfachen Lokalen, an der Shawarma-Theke oder im Café rundest du auf oder lässt das Wechselgeld liegen. Bei Lieferdiensten gibst du dem Fahrer ein paar Dirham, bar oder über die App.

Typischer Fehler: Den Service Charge übersehen und noch einmal zehn Prozent obendrauf legen. Bei einem Abendessen für zwei in einem Hotelrestaurant sind das schnell 50 Dirham, die du nicht hättest geben müssen. Lies die letzten Zeilen der Rechnung, bevor du zahlst.

Was ein Abendessen in Dubai insgesamt kostet und welche Posten oft auf der Rechnung landen, rechnet die Seite Was kostet Dubai? durch.

Taxi und Fahrdienste

Im Taxi rundest du auf den nächsten runden Betrag auf, etwa von 27 auf 30 Dirham. Hat der Fahrer dir mit schwerem Gepäck geholfen, gibst du 5 bis 10 Dirham mehr. Einen festen Prozentsatz erwartet niemand. Bei Careem, Uber und anderen Apps kannst du nach der Fahrt meist in der App ein Trinkgeld auswählen, das ist bequem und freiwillig.

Wer mit Karte im Taxi zahlt, rundet beim Zahlen auf oder gibt das Trinkgeld bar. Was die Fahrt selbst kostet und wie die Tarife aufgebaut sind, erklärt der Ratgeber Taxi in Dubai.

Hotel: Gepäck, Zimmer, Concierge

Im Hotel kommen über eine Woche die meisten kleinen Beträge zusammen. Als Orientierung, nicht als Regel:

Wer Wann Wie viel
Gepäckträger beim Ankommen und Abreisen 5 bis 10 AED pro Gepäckstück oder pauschal 10 bis 20 AED
Zimmerpersonal täglich oder gesammelt am Ende 10 bis 20 AED pro Nacht
Concierge nur bei besonderem Aufwand, etwa einer schwierigen Reservierung 20 bis 50 AED
Parkservice bei der Rückgabe des Autos 5 bis 10 AED
Poolbetreuer, Strandservice am Ende des Tages oder Aufenthalts ein paar Dirham pro Tag

Das Trinkgeld für das Zimmerpersonal legst du am besten täglich mit einem kleinen Zettel aufs Kopfkissen, denn die Schichten wechseln, und wer am Abreisetag putzt, war nicht zwingend die ganze Woche da. In All-inclusive-Resorts gilt das Gleiche: Getränke und Essen sind bezahlt, Trinkgeld nicht.

Touren, Wüstensafari, Spa und Friseur

Bei Touren bekommen Guide und Fahrer das Trinkgeld, gesammelt am Ende. Für eine halbtägige Stadtführung oder eine Wüstensafari in Dubai mit Dünenfahrt und Camp geben viele 20 bis 50 AED pro Person. Bei einer privaten Ganztagestour mit eigenem Guide darf es mehr sein. Im Camp selbst musst du nicht jedem einzelnen Helfer etwas geben.

Im Spa und beim Friseur sind rund zehn Prozent üblich, sofern nicht schon ein Service Charge auf der Rechnung steht. Bei einer Massage gibst du das Trinkgeld direkt der Person, die dich behandelt hat, oder an der Rezeption mit ihrem Namen.

Wie viel Trinkgeld du für eine Woche einplanst

Damit die kleinen Beträge nicht überraschen, hilft eine grobe Rechnung. Ein Paar mit sieben Nächten im Mittelklassehotel gibt dem Zimmerpersonal 15 Dirham pro Nacht, zusammen rund 105 Dirham. Für Gepäckträger bei Ankunft und Abreise kommen etwa 20 Dirham dazu. Wer fünfmal ohne Service Charge essen geht und dabei zusammen 1.500 Dirham ausgibt, legt mit zehn Prozent weitere 150 Dirham drauf. Aufrunden im Taxi macht über die Woche vielleicht 30 Dirham aus, und für Guides und Fahrer bei zwei Ausflügen rechnest du mit 80 bis 200 Dirham für zwei Personen.

Unterm Strich sind das grob 400 bis 500 Dirham für eine Woche zu zweit, je nach Lokalen und Ausflügen. Steht in den Restaurants meist schon ein Service Charge auf der Rechnung, wird es deutlich weniger.

Im Fastenmonat Ramadan arbeiten viele Beschäftigte tagsüber ohne zu essen und zu trinken, oft in langen Schichten. Ein etwas großzügigeres Trinkgeld in dieser Zeit wird gern gesehen, ist aber genauso freiwillig wie sonst.

Bar oder Karte, und wem du nichts gibst

Karten funktionieren in Dubai fast überall, und das Auswärtige Amt rät, möglichst bargeldlos zu zahlen. Für Trinkgeld ist Bargeld trotzdem die bessere Wahl, weil du weißt, dass es bei der Person ankommt. Halte ein paar Scheine zu 5, 10 und 20 Dirham bereit. Automaten geben meist größere Scheine aus, wechsel deshalb an der Hotelrezeption oder beim Einkaufen. Euro sind als Trinkgeld unpraktisch, Münzen kann niemand tauschen.

Es gibt auch Situationen, in denen du nichts gibst:

  • Beamte, Polizisten und Personal an Grenze oder Zoll. Geld kann dort als Bestechungsversuch verstanden werden, und das ist strafbar.
  • Bootsführer der Abra am Creek. Die Überfahrt kostet 1 Dirham, ein Trinkgeld erwartet niemand.
  • Verkäufer in Malls und Geschäften, solange sie dir nicht etwas tragen oder liefern.
  • Wer bei der Arbeit unfreundlich, unpünktlich oder unsicher war. Trinkgeld ist Dank, keine Gebühr.

Wie die Stadt sonst funktioniert, von Stadtteilen bis Metro, steht im Dubai Reiseführer.

Häufige Fragen

Ist der Service Charge in Dubai schon das Trinkgeld?

Im Prinzip ja. Ein Service Charge auf der Rechnung ist ein Aufschlag für den Service, den das Restaurant oder Hotel erhebt. Wie viel davon beim Personal ankommt, regelt der Betrieb, du siehst es nicht. Musst du nichts zusätzlich geben, darfst aber. Wer sicher sein will, dass die Bedienung selbst etwas bekommt, legt bei gutem Service ein paar Dirham bar auf den Tisch.

Wie viel Trinkgeld gibt man bei einer Wüstensafari in Dubai?

Für eine halbtägige Safari mit Dünenfahrt und Abendessen im Camp geben viele 20 bis 50 AED pro Person, für die Gruppe gesammelt an Fahrer oder Guide. Bei einer privaten Tour oder einem ganzen Tag darf es mehr sein. Das ist eine Orientierung, keine Regel. Ist der Service schlecht oder fährt der Fahrer riskant, gibst du nichts.

Kann ich in Dubai das Trinkgeld mit Karte zahlen?

Oft ja, viele Kartenterminals und Apps bieten eine Trinkgeldauswahl an. Ob das Geld vollständig beim Personal landet, hängt aber vom Betrieb ab. Bar ist der sicherere Weg, vor allem bei Gepäckträgern, Zimmerpersonal, Fahrern und Guides. Halte dafür ein paar kleine Scheine zu 5, 10 und 20 Dirham bereit, am Automaten bekommst du meist nur große.

Darf man in Dubai mit Euro Trinkgeld geben?

Besser nicht. Euromünzen kann das Personal in Dubai nicht tauschen, und kleine Euroscheine sind für viele lästig, weil sie zur Wechselstube müssen. Gib Trinkgeld in Dirham. Wer gerade keine kleinen Scheine hat, wechselt an der Hotelrezeption oder kauft im Supermarkt eine Kleinigkeit und bekommt Wechselgeld.

Weiterlesen

Das passt dazu

Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

Visit Dubai: Tipping in Dubai; RTA: Taxi fare.

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.