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Die meisten Urlauber in Dubai bekommen nie Ärger. Wer es doch tut, stolpert selten über große Dinge, sondern über Kleinigkeiten, die in Deutschland niemand beachten würde: einen Schluck Wasser in der Metro, ein Foto von Fremden am Strand, eine Geste im Stau oder eine wütende Bewertung im Netz. Diese Reisetipps für Dubai und die übrigen Emirate sortieren die Regeln nach Alltag: Kleidung, Alkohol, Fotografieren, Verhalten, Geld und Trinkgeld, Ramadan. Was bei der Einreise und beim Zoll gilt, steht separat bei der Einreise nach Dubai und in die VAE, den Überblick über das ganze Land findest du in der Zentrale zu den Emiraten.
Wichtig vorab: Die Emirate regeln manches selbst. Dubai und Abu Dhabi sind vergleichsweise liberal, Sharjah ist deutlich strenger, die kleinen Emirate liegen dazwischen.
Kleidung: was du wo anziehst
Für Frauen gibt es keine besonderen Einschränkungen, sie dürfen sich ohne Begleitung bewegen und Auto fahren. Bei der Kleidung wird von allen Zurückhaltung erwartet. Die Faustregel lautet: außerhalb von Strand und Pool Schultern und Knie bedecken. Schulterfreie Tops, sehr kurze Röcke und durchsichtige Stoffe fallen in Malls und Altstadt auf. Badekleidung gehört an Strand und Pool, nicht in die Hotellobby und nicht auf die Promenade.
Viele Einheimische tragen traditionelle Kleidung: Männer die weiße Kandura, Frauen die schwarze Abaya. Von Touristen erwartet das niemand. Strenger wird es an religiösen und staatlichen Orten. In Moscheen müssen Arme und Beine bedeckt sein, Frauen tragen zusätzlich ein Kopftuch. Was du generell einpacken solltest, erklärt der Ratgeber Kleidung im Orient.
Gut zu wissen: Malls, Metro und Kinos sind stark klimatisiert. Ein leichtes Tuch oder eine dünne Jacke hilft gegen die Kälte drinnen und bedeckt bei Bedarf die Schultern.
Alkohol: wo er erlaubt ist
Alkohol gibt es in Dubai und Abu Dhabi in lizenzierten Hotels, Bars und Restaurants, außerdem in lizenzierten Geschäften. Das Mindestalter liegt meist bei 21 Jahren, eine offizielle Bestätigung dafür haben wir nicht gefunden. Im Emirat Sharjah herrscht ein vollständiges Alkoholverbot, auch in Hotels.
Trinken in der Öffentlichkeit und Betrunkenheit auf der Straße sind strafbar. Wer mit einer Flasche Alkohol in Bus oder Metro erwischt wird, zahlt in Dubai 500 Dirham Bußgeld. Am Steuer gilt null Promille, schon ein Glas Wein kann eine Haftstrafe bedeuten. Fahr nach dem Abendessen mit dem Taxi. Mehr zu den Regeln in allen Ländern des Portals steht bei Alkohol im Orient.
Fotografieren und Filmen
Menschen fotografierst du nur mit deren Erlaubnis, Frauen und Familien möglichst gar nicht ungefragt. Fotos von Fremden zu verbreiten oder zu speichern, kann laut Auswärtigem Amt Geldstrafen bis zu 500.000 Dirham und Haft nach sich ziehen. Das gilt auch für das harmlose Strandvideo, in dem andere Badegäste zu sehen sind.
Streng verboten sind Aufnahmen von militärischen Anlagen, Häfen, Flughäfen, Herrscherpalästen, Regierungsgebäuden, Botschaften, Öl- und Gasanlagen und Brücken. 2026 kamen ausdrücklich Fotos und Videos im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt dazu, etwa von Einschlägen, Bränden oder Trümmern. Geräte können beschlagnahmt werden. Drohnen bleiben am besten zu Hause, private Flüge waren 2026 landesweit ausgesetzt. Die Details erklärt der Ratgeber Fotografieren im Orient.
Verhalten: was hier schneller Ärger macht
Einige Regeln haben mit Respekt zu tun, andere mit dem Strafrecht. Beides solltest du kennen.
- Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit: Händchenhalten ist meist kein Problem, Küssen schon. Unverheiratete Paare dürfen zusammen im Hotelzimmer wohnen.
- Gesten und Worte: Der Mittelfinger im Straßenverkehr oder eine Beleidigung im Streit können zu Anzeigen, Ausreisesperren und Untersuchungshaft führen. Das gilt auch online.
- Bewertungen: Sehr kritische Online-Bewertungen von Restaurants oder Hotels und Kritik am Staat können strafrechtliche Folgen haben. Formuliere sachlich.
- Religion: Abfällige Bemerkungen über den Islam oder andere Religionen sind strafbar, Missionieren ist verboten.
- Fundsachen: Wer ein gefundenes Handy einsteckt, auch um es zurückzugeben, kann wegen Diebstahls belangt werden. Gib Fundsachen direkt beim Personal oder der Polizei ab.
- Homosexuelle Handlungen sind verboten und werden bei Anzeige verfolgt.
Der öffentliche Raum ist flächendeckend videoüberwacht. Das trägt dazu bei, dass Taschendiebstahl selten ist, er kommt aber in Malls und bei Großveranstaltungen vor. Alleinreisende Frauen sind in der Regel gut unterwegs, Übergriffe kommen laut Auswärtigem Amt aber vor. Tipps dazu stehen bei als Frau allein im Orient reisen.
Typischer Fehler: Wasser trinken auf dem Bahnsteig. In Dubais Metro, Bus und Tram ist Essen und Trinken in den ausgeschilderten Bereichen verboten, das kostet 100 Dirham. Wer sich in den Wagen für Frauen und Kinder oder ohne passende Karte in die Gold Class setzt, zahlt ebenfalls 100 Dirham (Stand November 2026).
Geld, Karten und Trinkgeld
Bezahlt wird in Dirham (AED), unterteilt in 100 Fils. Der Dirham ist fest an den US-Dollar gekoppelt, ein Dollar entspricht 3,6725 Dirham. Der Euro-Kurs schwankt deshalb mit dem Dollar. Kredit- und Debitkarten funktionieren in Hotels, Malls, Restaurants und den meisten Geschäften. Bargeld brauchst du für die Abra über den Creek, kleine Läden in den Souks und Trinkgeld. Das Auswärtige Amt rät, möglichst bargeldlos zu zahlen und nur so viel Bargeld mitzunehmen, wie du brauchst.
Trinkgeld ist freiwillig. Steht auf der Rechnung ein Service Charge, ist der Service schon bezahlt. Sonst runden viele auf oder geben im Restaurant um die zehn Prozent. Auf die meisten Preise kommen 5 Prozent Mehrwertsteuer, die bei Einkäufen ab 250 Dirham pro Rechnung teilweise erstattet werden kann. Wie das am Flughafen funktioniert, steht bei Shopping in Dubai. Was ein Tag in Dubai insgesamt kostet, rechnet die Seite Was kostet Dubai? durch.
Ramadan: so verhältst du dich
Im Fastenmonat Ramadan essen, trinken und rauchen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht. Von Touristen wird erwartet, dass sie das tagsüber in der Öffentlichkeit draußen ebenfalls lassen. In Hotels, Restaurants und ausgewiesenen Bereichen darfst du ganz normal essen. Viele Restaurants haben geöffnet, teils mit geänderten Zeiten. Lizenzierte Bars und Restaurants schenken in Abu Dhabi auch im Ramadan Alkohol aus, oft nur in Innenräumen und später am Abend.
Bei der Kleidung lohnt im Ramadan noch etwas mehr Zurückhaltung als sonst: locker, Schultern und Knie bedeckt. Laute Musik im Auto oder am Strand am Tag wirkt unhöflich. Abends nach dem Fastenbrechen ist die Stimmung dagegen offen, und viele Hotels bieten Iftar-Buffets an, zu denen auch Nicht-Muslime willkommen sind.
Praktisches: Zeit, Wochenende, Notruf, Telefon
Die VAE liegen bei UTC+4, ohne Sommerzeit. Im deutschen Winter sind die Uhren dort drei Stunden voraus, im Sommer zwei. Das offizielle Wochenende ist Samstag und Sonntag, Behörden arbeiten freitags nur vormittags. Malls, Strände und Sehenswürdigkeiten haben an allen Tagen geöffnet, am Wochenende ist es dort voller.
Die Notrufnummern: Polizei 999, Rettungsdienst 998, Feuerwehr 997. Telefonieren über einige verbreitete Messenger-Apps funktioniert nicht, Textnachrichten und Sprachnachrichten schon. VPN-Dienste sind strafbar, wenn du damit gegen andere Gesetze verstößt, etwa illegale Inhalte abrufst. Für unterwegs lohnt eine lokale eSIM oder ein Datenpaket deines Anbieters.
Häufige Fragen
Darf man in Dubai kurze Hosen tragen?
Am Strand, am Pool und im Hotel ohne Probleme. In Malls, Museen, der Altstadt und der Metro sind knielange Shorts für Männer meist in Ordnung, sehr kurze Hosen und Hotpants fallen auf und werden in manchen Einrichtungen beanstandet. Für Moscheen, den Präsidentenpalast in Abu Dhabi und viele Museen gilt: Knie und Schultern bedeckt, sonst wirst du am Eingang abgewiesen.
Was muss ich bei einer Reise nach Dubai beachten?
Vor allem drei Dinge: zurückhaltende Kleidung außerhalb von Strand und Pool, Alkohol nur an lizenzierten Orten und niemals am Steuer, und keine Fotos von Menschen ohne deren Einverständnis. Dazu kommen Regeln, die viele überraschen: kein Essen und Trinken in der Metro, keine beleidigenden Gesten im Straßenverkehr und keine wütenden Bewertungen von Restaurants im Netz.
Wie verhalte ich mich angesichts der aktuellen Lage am Golf?
Das Auswärtige Amt rät mit Stand 6. November 2026 von nicht notwendigen Reisen in die VAE ab. Wer dort ist, sollte militärische Anlagen, Öl- und Gasanlagen und US-Einrichtungen weiträumig meiden, Anweisungen der Behörden folgen und das Handy geladen halten. Fotos oder Videos im Zusammenhang mit dem Konflikt, etwa von Trümmern oder Bränden, sind streng verboten und werden bestraft.
Wie viel Trinkgeld gibt man in Dubai?
Trinkgeld ist freiwillig, eine feste Regel gibt es nicht. Steht auf der Rechnung schon ein Service Charge, musst du nichts dazugeben. Sonst runden viele auf oder geben in Restaurants um die zehn Prozent. Taxifahrern rundest du den Betrag auf, Hotelpersonal, das dein Gepäck trägt, freut sich über ein paar Dirham. Gib Trinkgeld am besten bar, damit es bei der Person ankommt.




