Die Lagune von Ölüdeniz mit ihrer hellen Sandzunge, tiefblauem Wasser, ankernden Booten und bewaldeten Bergen aus der Vogelperspektive.

Reiseziel · Türkei

Strände in der Türkei: Riviera, Ägäis und Lykien

Lange Sandstrände findest du vor allem an der Türkischen Riviera, etwa in Lara, Belek, Side und am Kleopatrastrand in Alanya. Das klarste, türkisfarbene Wasser haben die Buchten der lykischen Küste wie Kaputaş, Ölüdeniz und Patara. Die Ägäis ist kühler und windiger, dafür im Hochsommer angenehmer und ideal zum Surfen.

Aktueller Hinweis zu Strände in der Türkei: Für die Grenzgebiete zu Syrien und Irak rät das Auswärtige Amt von allen nicht zwingend erforderlichen Reisen ab. Für die übrigen Landesteile gelten die allgemeinen Sicherheitshinweise. Gültig seit 20. Oktober 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

SandsträndeLara, Belek, Side, Alanya, Patara
Türkisblaue BuchtenKaputaş, Ölüdeniz, Kekova-Region
Wind und SurfenAlaçatı bei Çeşme
BadesaisonMai bis Oktober
Wärmstes WasserAugust an der Riviera, ungefähr 28 Grad
SchildkrötensträndePatara, Çıralı, İztuzu bei Dalyan
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Die Türkei hat drei Badeküsten, die sich stärker unterscheiden, als der Katalog vermuten lässt. An der Riviera im Süden liegen lange Sandstrände vor großen Hotels. An der lykischen Küste westlich von Antalya sind es Buchten mit Kies, Felsen und sehr klarem Wasser. Die Ägäis im Westen ist kühler, windiger und grüner. Welche Strände in der Türkei zu dir passen, hängt also weniger vom Ranking ab als davon, ob du Sand, Kies oder Buchten suchst, ob Kinder mitfahren und ob du lieber liegst oder schnorchelst. Hier der Vergleich.

Drei Küsten im Vergleich

Küste Strandtyp Wasser Gut für Haken
Türkische Riviera lange Sandstrände, teils Kies warm, im August ungefähr 28 Grad Familien, Resorturlaub voll, bebaut, im Hochsommer heiß
Lykische Küste Buchten, Kies, Plattformen, wenig Sand sehr klar, etwas kühler Schnorcheln, Boot, Wandern Treppen, wenig Platz, kurvige Straßen
Ägäis Buchten, Sand und Kies, viel Wind kühler, um 24 Grad im August Surfen, Paare, Sommerhitze meiden Meltem-Wind, kühleres Wasser

Die Werte für die Wassertemperatur sind Richtwerte und schwanken je nach Jahr und Wind. Ab Ende Mai lässt es sich an der Riviera gut baden, im Oktober ist das Meer dort oft noch wärmer als die Luft am Morgen.

Türkische Riviera: Sand von Konyaaltı bis Alanya

In Antalya hast du zwei sehr unterschiedliche Stadtstrände. Konyaaltı im Westen ist ein langer Kiesstrand mit Promenade und Bergen im Hintergrund, das Wasser wird schnell tief und ist dafür klar. Lara im Osten ist Sand und Resortgebiet, die großen Hotels stehen dort Seite an Seite. Östlich davon folgt Belek mit Golfhotels und breiten, flachen Sandstränden.

Side ist für viele der Inbegriff des Riviera-Strandes. Westlich und östlich der Halbinsel mit den antiken Ruinen ziehen sich lange Sandstrände, die flach ins Wasser laufen und auch für kleine Kinder gut sind. In Alanya liegt der Kleopatrastrand direkt unter dem Burgberg, gut erreichbar aus der Stadt, im Sommer sehr voll. Kemer im Westen hat Kies und Kiesel, dafür Berge, Pinien und klares Wasser.

Typischer Fehler: Kies unterschätzen. In Konyaaltı, Kemer und an vielen lykischen Buchten tun die Steine barfuß weh, und der Einstieg ins Wasser ist steil. Badeschuhe sind dort keine Mode, sondern Ausrüstung.

Lykische Küste: Buchten, Lagune und Schildkröten

Lykien heißt die Landschaft zwischen Fethiye und Antalya nach dem antiken Volk der Lykier, dessen Felsgräber du in Fethiye und Myra noch heute siehst. Hier liegen die Strände mit dem klarsten Wasser des Landes. Die Berge reichen bis ans Meer, deshalb gibt es kaum lange Strände, dafür kleine Buchten, in denen das Wasser schon wenige Meter vom Ufer tiefblau wird. Wer Sandburgen bauen will, ist hier falsch, wer schnorcheln will, genau richtig. Die Bucht von Kaputaş zwischen Kaş und Kalkan ist klein und sandig, du erreichst sie über eine lange Treppe von der Küstenstraße. Parkplätze sind knapp, früh am Vormittag ist es dort am schönsten. In Kaş selbst gibt es nur kleine Kiesstrände, gebadet wird oft von Holzplattformen und Felsen. Dafür starten hier Boote nach Kekova mit Badestopps in Buchten, die nur vom Wasser aus erreichbar sind.

Die Lagune von Ölüdeniz bei Fethiye liegt in einem Naturpark, für den Zugang zahlst du Eintritt. Das Wasser ist ruhig und flach, über dem Strand kreisen die Gleitschirme vom Babadağ. Patara ist das Gegenstück: einer der längsten Sandstrände der Türkei, ohne Hotels in erster Reihe, mit den Ruinen der antiken Stadt im Hinterland.

Patara, Çıralı bei Olympos und der İztuzu-Strand bei Dalyan sind Brutgebiete von Meeresschildkröten. Nester sind mit Stäben markiert, während der Brutzeit gelten Regeln für Liegen und Schirme, und nachts sind die Strände für Besucher gesperrt. Halte Abstand zu den Nestern, nimm keine Taschenlampen mit an den Strand und lass keinen Müll liegen.

Wer die Küste zu Fuß erleben will, findet auf dem Lykischen Weg Etappen, die an Buchten enden, in denen man sich den Strand verdient hat.

Ägäis: Wind, Buchten und Steinhäuser

Die Ägäis ist im Sommer milder als die Riviera, weil der Nordwind Meltem fast täglich weht. Das macht 35 Grad erträglich, bringt aber Wellen und ein kühleres Meer. Auf der Halbinsel Çeşme ist Alaçatı ein Zentrum für Windsurfer und Kitesurfer, der Strand von Ilıca ist dagegen flach und geschützter. Rund um Bodrum liegt jede Ortschaft der Halbinsel an einer eigenen Bucht, manche mit Sand, viele mit Kies und Beachclubs. Kuşadası und Didim haben lange Stadtstrände mit Hotels.

Die Ägäis lohnt sich, wenn du Strand mit Ausflügen verbinden willst: Ephesus bei Selçuk, die Altstadt von Bodrum oder die Bucht von Izmir liegen in Reichweite. Für reinen Sandurlaub mit kleinen Kindern ist die Riviera meist bequemer.

Schwarzes Meer und Marmarameer

Die Strände am Schwarzen Meer nördlich von Istanbul sind im Sommer bei Einheimischen beliebt. Dort gibt es starke Strömungen und Brandung, die immer wieder zu Badeunfällen führen. Bade nur an bewachten Abschnitten und achte auf die Flaggen. Im Marmarameer und auf den Prinzeninseln vor Istanbul gibt es kleine Badebuchten, die als Abwechslung zur Stadt reichen, aber keinen Strandurlaub ersetzen.

Regeln und Alltag am Strand

Viele Strände sind öffentlich zugänglich, auch wenn ein Hotel davor liegt. Liegen und Schirme kosten an öffentlichen Abschnitten meist eine Gebühr, an Hotelstränden sind sie für Gäste reserviert. Badekleidung gehört an den Strand und an den Pool, im Ort und im Restaurant ziehst du etwas darüber. Oben ohne ist an türkischen Stränden unüblich. Abseits der Touristenstrände empfiehlt das Auswärtige Amt, sich bei Kleidung und Verhalten an den örtlichen Gepflogenheiten zu orientieren. In Badeorten merkst du vom Ramadan dagegen wenig.

Im Sommer kommt es vor allem an der Küste zu Wald- und Buschbränden. Das Auswärtige Amt rät, Hinweise der Behörden und des Hotels zu beachten und betroffene Gebiete zu meiden. Glas, Grill und Zigaretten haben in den Pinienwäldern hinter den Buchten nichts zu suchen.

Welcher Strand für wen?

  • Mit Kleinkindern: Side, Belek, Lara oder die Lagune von Ölüdeniz. Mehr dazu bei der Türkei mit Kindern.
  • Zum Schnorcheln: Kaş, Kekova, Kemer und die Buchten bei Bodrum.
  • Für lange Spaziergänge: Patara und der İztuzu-Strand.
  • Für Wind und Wassersport: Alaçatı und die Ägäisküste.
  • Für Stadt und Strand: Konyaaltı in Antalya und der Kleopatrastrand in Alanya.

Wann welcher Monat an welcher Küste am angenehmsten ist, steht bei der besten Reisezeit für die Türkei, alle Regionen im Überblick im Türkei-Reiseführer.

Häufige Fragen

Wo gibt es in der Türkei türkisblaues Meer?

Am klarsten ist das Wasser an der lykischen Küste zwischen Fethiye und Antalya. Bekannt sind die Bucht von Kaputaş zwischen Kaş und Kalkan, die Lagune von Ölüdeniz und die Gewässer rund um Kekova. Auch Kemer und die Buchten der Bodrum-Halbinsel haben sehr klares Wasser. Die Farbe kommt dort vom hellen Kies und Sand am Grund und vom tiefen Wasser kurz vor der Küste.

Welches Meer ist in Antalya und Side?

Antalya, Side, Alanya und Kemer liegen am Mittelmeer, genauer an der Türkischen Riviera im Süden des Landes. Die Ägäis beginnt westlich davon ungefähr ab der Halbinsel von Bodrum und reicht hinauf bis Çeşme und Izmir. Im Norden liegt das Schwarze Meer, zwischen Istanbul und den Dardanellen das Marmarameer.

Ist Side schön zum Baden?

Ja, vor allem für Familien. Side hat lange, flach abfallende Sandstrände östlich und westlich der Altstadt und viel Platz. Im Juli und August ist es voll und heiß, im Juni und September deutlich entspannter. Wer klares Wasser zum Schnorcheln sucht, ist an der lykischen Küste besser aufgehoben.

Gibt es Haie an den Stränden der Türkei?

Im Mittelmeer leben Haie, an Badestränden sind Begegnungen aber sehr selten. Viel häufiger stören Quallen, die je nach Wind und Jahr in Wellen auftreten, und Seeigel an felsigen Einstiegen. Badeschuhe helfen gegen Seeigel, gegen Quallen nur Aufmerksamkeit und ein Blick auf die Flaggen und Hinweise am Strand.

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Begriffe und Übersicht

Quellen und offizielle Informationen

Auswärtiges Amt: Türkei, Reise- und Sicherheitshinweise (Waldbrände, Verhalten an Touristenstränden).

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.