Datteln liegen in einem geflochtenen Korb neben einer goldenen arabischen Kaffeekanne und kleinen Tassen auf gewebten Teppichen.

Kultur und Genuss · Vereinigte Arabische Emirate

Essen in den VAE: emiratische Küche und was du probieren solltest

Die emiratische Küche ist gewürzt, aber kaum scharf: Reis, Lamm, Huhn und Fisch mit Kardamom, Safran, Kurkuma und getrockneter Limette. Probieren solltest du Machboos, den langsam gegarten Weizenbrei Harees und die frittierten Teigbällchen Luqaimat mit Dattelsirup. Dazu gehört immer arabischer Kaffee mit Datteln. Einheimisches Essen findest du allerdings seltener, als man denkt, denn in Dubai dominieren indische, levantinische und internationale Küchen.

Aktueller Hinweis zu Essen in den VAE: Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Grund ist die angespannte Lage in der Region; Luftraumsperrungen und Flugausfälle sind kurzfristig möglich, auch beim Umsteigen. Gültig seit 29. Oktober 2026, geprüft am 6. November 2026. Vor der Buchung und vor der Abreise lohnt ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Auf einen Blick

TypischMachboos, Harees, Thareed, Luqaimat
GewürzeKardamom, Safran, Kurkuma, Zimt, getrocknete Limette
Schärfemild, selten Chili
GetränkeGahwa mit Datteln, Karak, frische Säfte
Regelnalles halal, kein Schweinefleisch in der Landesküche
Alkoholnur in lizenzierten Restaurants, nicht in Sharjah
Auf dieser Seite

Wer in Dubai essen geht, isst meistens indisch, libanesisch, persisch oder international. Die eigentliche emiratische Küche muss man suchen. Das hat mit der Geschichte zu tun: Die Emirate waren bis vor wenigen Jahrzehnten dünn besiedelt, und heute stellt die einheimische Bevölkerung nur einen kleinen Teil der Einwohner. Gekocht wird emiratisch vor allem zu Hause, bei Hochzeiten, zum Eid und im Ramadan. Für Reisende lohnt es sich trotzdem, gezielt danach zu suchen. Diese Seite erklärt, was zur emiratischen Küche gehört, welche Gerichte du probieren solltest und wie das Essen in den VAE sonst funktioniert, vom Kaffee bis zum Brunch. Einen Überblick über das ganze Land findest du in der Zentrale zu den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Was die emiratische Küche ausmacht

Die Grundlage sind Reis, Fleisch und Fisch, oft auf großen Platten serviert, von denen alle gemeinsam essen. Lamm und Huhn sind am häufigsten, an der Küste Fisch wie Hammour und Königsmakrele. Gewürzt wird mit Kardamom, Safran, Kurkuma und Zimt, dazu kommt Loomi, die getrocknete Limette, die vielen Gerichten eine leicht säuerliche Note gibt. Scharf ist das alles kaum.

Man merkt der Küche an, dass die Golfküste lange vom Seehandel lebte: Reis und viele Gewürze wachsen nicht im Land, Datteln dagegen schon. Sie kommen aus den Oasen von Al Ain und der Region Al Dhafra. Alles ist halal, Schweinefleisch gehört nicht dazu, und in der traditionellen Küche wird nicht mit Alkohol gekocht.

Gerichte, die du probieren solltest

Gericht Was es ist Wann man es isst
Machboos Reis in gewürzter Brühe mit Lamm, Huhn oder Fisch, mit getrockneter Limette als Hauptgericht, das Gericht der Region schlechthin
Harees Weizen und Fleisch, stundenlang gegart, bis ein glatter Brei entsteht, mit etwas Ghee ganzjährig, besonders im Ramadan
Thareed Eintopf mit Lamm oder Huhn, über dünnes Rigag-Brot gegossen gemeinsam aus einer Schüssel, zu Festen und zum Iftar
Luqaimat kleine frittierte Teigbällchen mit Dattelsirup heiß als Dessert, im Ramadan überall
Balaleet süße Fadennudeln mit Ei zum Frühstück

Machboos ist der beste Einstieg. Es erinnert an ein Biryani, ist aber milder und säuerlicher. Harees wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, ist aber für viele Emiratis das Gericht, das nach Kindheit und Ramadan schmeckt. Luqaimat bekommst du auf fast jedem Markt und Festival frisch aus dem Fett, sie sind außen knusprig und innen weich.

Unser Rat: Bestell emiratische Gerichte zu zweit oder in der Gruppe. Die Portionen sind für das Teilen gedacht, und ein Machboos allein ist schnell mehr, als einer schafft.

Kaffee, Datteln und Tee

Wenn du in den Emiraten irgendwo empfangen wirst, gibt es zuerst Kaffee. Gahwa ist hell, fast goldfarben, mit Kardamom gekocht und wird in kleinen Tassen ohne Henkel serviert, den Finjan. Dazu reicht man immer Datteln. Der Gastgeber schenkt nur wenig ein und füllt nach, bis du die Tasse leicht hin und her schwenkst. Das heißt: Danke, genug. Mehr zu Ritual und Zubereitung steht beim arabischen Kaffee.

Datteln sind mehr als ein Snack. Die Sorte Khalas gilt bei Einheimischen als besonders gut, sie ist kleiner und weniger süß als die bekannte Medjool. Auf Märkten wie dem Dattelmarkt in Mina Zayed in Abu Dhabi darfst und sollst du probieren, bevor du kaufst. Welche Sorten es gibt und wie du gute Ware erkennst, erklärt die Seite über Datteln im Orient.

Im Alltag trinken viele lieber Karak: starken schwarzen Tee mit Milch, Zucker und Kardamom, der seine Wurzeln in Südasien hat. Du bekommst ihn für wenig Geld in kleinen Cafeterias, oft im Pappbecher zum Mitnehmen. Wie Tee im übrigen Orient getrunken wird, steht bei Tee im Orient.

Wo du emiratisch essen kannst

Die einfachste Möglichkeit für Besucher bieten Kulturzentren. Das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding in Al Fahidi lädt zu sogenannten Cultural Meals ein: ein emiratisches Frühstück auf Sitzkissen im Innenhof, mit Gahwa, Datteln und Erklärungen zu Essen und Alltag. Das dauert rund 90 Minuten und muss vorab gebucht werden, Preise und Zeiten stehen beim Zentrum. Danach bist du schon mitten im Viertel Al Fahidi mit seinen Windturmhäusern.

In Abu Dhabi gibt es auf dem Gelände von Qasr Al Hosn ein Kaffeehaus, in dem Gahwa traditionell zubereitet wird. Auf Wintermärkten wie dem Global Village in Dubai findest du oft Stände mit Luqaimat und anderen Spezialitäten. Im Ramadan bieten viele Hotels zum Fastenbrechen Buffets an, bei denen emiratische Gerichte neben internationalen stehen.

Was du sonst in den VAE isst

Der Alltag schmeckt in den Emiraten nach den Ländern, aus denen die meisten Einwohner stammen. Indische und pakistanische Restaurants gibt es an jeder Ecke, von der einfachen Kantine bis zum feinen Lokal. Levantinische Küche aus Libanon und Syrien bringt Hummus, Falafel, gegrilltes Fleisch und die kleinen Teller der orientalischen Mezze. Das bekannteste Straßenessen ist das Shawarma, gegrilltes Fleisch im Fladenbrot, für wenige Dirham an kleinen Imbissen.

Am günstigsten isst du in den alten Vierteln. In Deira, Bur Dubai und Karama bekommst du ein Curry mit Brot oder ein Shawarma für einen Bruchteil dessen, was ein Hotelrestaurant verlangt. Was Essen in Dubai im Durchschnitt kostet, rechnet die Seite Was kostet Dubai? durch.

Brunch, Iftar und Alkohol beim Essen

Eine Eigenheit von Dubai ist der Wochenend-Brunch. Viele Hotels laden freitags, samstags oder sonntags zu langen Buffets mit Live-Stationen ein, oft mit Paketen für Softdrinks oder Alkohol. Für Expats ist das ein gesellschaftliches Ereignis, für Besucher eine teure, aber unterhaltsame Art, viele Küchen auf einmal zu probieren. Buche vorher und frag, was im Preis enthalten ist.

Alkohol gibt es nur in lizenzierten Restaurants, Bars und Hotels. Unabhängige Restaurants außerhalb von Hotels haben oft keine Lizenz, dann bleibt es bei Saft, Limonade mit Minze oder Wasser. Im Emirat Sharjah wird nirgends Alkohol ausgeschenkt. Die Regeln für alle Länder des Portals stehen bei Alkohol im Orient.

Im Ramadan richtet sich alles nach dem Fastenbrechen. Kurz nach Sonnenuntergang gibt es beim Iftar zuerst Datteln und Wasser, dann folgt das eigentliche Essen. In dieser Stunde sind Restaurants und Straßen voll, wer reservieren kann, sollte das tun. Tagsüber isst du als Gast in Restaurants oder im Hotel, nicht in der Öffentlichkeit draußen.

Ein paar Regeln am Tisch helfen, wenn du eingeladen wirst: Gegessen und gereicht wird mit der rechten Hand. Zum gemeinsamen Teller greifst du in den Teil, der vor dir liegt. Und wer den ersten Kaffee ablehnt, wirkt unhöflich, auch wenn du nur einen Schluck trinkst.

Häufige Fragen

Ist das Essen in den Emiraten scharf?

Die emiratische Küche selbst kaum. Sie ist würzig, mit Kardamom, Safran, Kurkuma, Zimt und getrockneter Limette, aber Chili spielt fast keine Rolle. Schärfer wird es in den vielen indischen und pakistanischen Restaurants, die das Straßenbild in Dubai prägen. Wenn du unsicher bist, frag nach „no spicy“ oder „mild“, das versteht in Restaurants praktisch jeder.

Gibt es in den VAE vegetarisches Essen?

In der traditionellen emiratischen Küche wenig, denn sie dreht sich um Fleisch, Fisch und Reis. Ausnahmen sind das süße Frühstück Balaleet und Beilagen. Insgesamt ist die Auswahl für Vegetarier trotzdem groß: Indische Restaurants haben eigene vegetarische Karten, und levantinische Lokale bieten Hummus, Falafel, Tabouleh und viele weitere Mezze ohne Fleisch.

Kann man im Ramadan in Dubai essen gehen?

Ja. Restaurants und Hotels sind geöffnet, manche mit geänderten Zeiten. Tagsüber isst und trinkst du nicht in der Öffentlichkeit draußen, in Restaurants und ausgewiesenen Bereichen ist das in Ordnung. Nach Sonnenuntergang beginnt das Iftar, das Fastenbrechen mit Datteln, Wasser und einem großen Essen. Viele Hotels bieten dafür Buffets an, die auch Nicht-Muslimen offenstehen.

Beeinflusst die aktuelle Lage das Essen und Ausgehen in Dubai?

Restaurants, Märkte und Hotels arbeiten normal, die Lage in der Region betrifft vor allem die Anreise. Das Auswärtige Amt rät mit Stand 6. November 2026 von nicht notwendigen Reisen in die VAE ab und empfiehlt, an belebten Orten aufmerksam zu sein und Anweisungen der Behörden zu folgen. Prüf vor der Reise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise.

Weiterlesen

Das passt dazu

Quellen und offizielle Informationen

Visit Abu Dhabi: Emirati cuisine, the dishes to try and where to try them; Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding: Programme; Visit Abu Dhabi: Abu Dhabi Ramadan questions answered; Auswärtiges Amt: Vereinigte Arabische Emirate, Reise- und Sicherheitshinweise.

Veröffentlicht am , zuletzt geprüft am . Preise, Zeiten und Einreiseregeln entsprechen dem Stand November 2026 und können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben der genannten offiziellen Stellen.