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Fujairah und die Ostküste der Emirate sind das Gegenstück zu Dubai. Statt flacher Sandküste mit Hochhäusern stehen hier die zackigen Hajar-Berge fast bis an den Strand, das Meer ist der Golf von Oman, und an vielen Stellen wachsen Korallen vor der Küste. Fujairah ist das einzige Emirat, das ganz an dieser Seite liegt. Die Küste teilt es sich mit einigen Orten, die zu Sharjah gehören, etwa Khor Fakkan und Kalba, im Norden grenzt es an den Oman. Wer in den VAE schnorcheln, in Wadis wandern oder einfach ruhiger am Strand liegen will, ist hier richtig.
So ist die Ostküste aufgebaut
Die Stadt Fujairah liegt in der Mitte der Küste, mit Hafen, Fort und Altstadt. Südlich schließt Kalba an, ein Ort mit Mangroven, der zu Sharjah gehört. Nördlich der Stadt folgt Khor Fakkan, ebenfalls Sharjah, mit Strand und Bergen. Noch weiter nördlich liegen die Strandresorts um Al Aqah und die Stadt Dibba, die sich Fujairah, Sharjah und der Oman teilen. Hier, rund 35 Kilometer nördlich von Fujairah-Stadt, steht auch die Al Bidya Moschee.
Für deine Planung heißt das: Wer schnorcheln und am Strand liegen will, wohnt im Norden bei Al Aqah oder Dibba. Wer Altstadt, Fort und kurze Wege in die Berge sucht, wohnt in oder bei Fujairah-Stadt.
Anreise: Zug, Auto oder Transfer
Seit Ende September 2026 fährt Etihad Rail Personenzüge auf der Strecke Abu Dhabi, Dubai, Fujairah. Laut Visit Abu Dhabi dauert die Fahrt ab Dubai rund 69 Minuten, ab Abu Dhabi rund 105 Minuten. Comfort Class ab Abu Dhabi beginnt bei 55 AED, Premium bei 120 AED (Stand November 2026). Tickets buchst du in App, Website oder Kundencenter bis vier Wochen im Voraus. Der Bahnhof in Dubai liegt weit draußen in Al Yalayis, vom Bahnhof in Fujairah fährst du mit Taxi oder Hoteltransfer weiter.
Mit dem Auto fährst du ab Dubai über die Berge und brauchst je nach Ziel anderthalb bis zwei Stunden. Die Strecke ist gut ausgebaut und landschaftlich schön, vor allem auf den letzten Kilometern durch die Täler. Ein Auto lohnt sich, wenn du mehrere Orte an der Küste und in den Bergen besuchen willst. Was du über Führerschein, Maut und Regeln wissen musst, steht beim Mietwagen in den VAE.
Schnorcheln und Tauchen an der Ostküste
Das Wasser am Golf von Oman ist meist klarer als an der Westküste, und vor den Felsen leben Korallen, Rifffische und mit etwas Glück Schildkröten. Bekanntestes Ziel ist die kleine Felsinsel vor Al Aqah, die wegen ihrer Form Snoopy Island genannt wird. Bei ruhigem Meer kann man vom Strand hinüberschnorcheln, Ausrüstung und Bootstouren gibt es in den Resorts. Tauchschulen an der Küste fahren zu weiteren Riffen. Was du beim Tauchen in der Region beachten solltest, von Saison bis Zertifikat, steht bei Tauchen im Orient.
Gut zu wissen: Für die Strände von Fujairah nennt das Auswärtige Amt keine Sperrungen (Stand November 2026). Für Sharjah dagegen schon, nach einem Ölaustritt. Ob das auch Sharjah-Orte an der Ostküste wie Khor Fakkan oder Kalba betrifft, geht aus den Hinweisen nicht hervor. Frag vor Ort nach.
Von Dibba aus werden außerdem Dhau-Fahrten in die Fjorde der omanischen Exklave Musandam angeboten. Davon rät das Auswärtige Amt derzeit ab. Was dahintersteckt und wann sich die Fahrt wieder lohnen könnte, steht auf der Seite zu Musandam.
Al Bidya Moschee: die älteste erhaltene Moschee der Emirate
An der Straße nach Dibba, etwa 35 Kilometer nördlich von Fujairah-Stadt, steht eine kleine weiße Moschee mit vier flachen Kuppeln vor einem kahlen Berghang. Sie gilt als die älteste erhaltene Moschee der Emirate. Laut der Tourismusbehörde von Fujairah ergab eine Datierung mit der Uran-Thorium-Methode 2017 ein Baujahr um 1599, mit einer Unsicherheit von neun Jahren. Restauriert wurde die Moschee bis 2003, seit März 2003 ist sie wieder geöffnet. Seit 2012 steht sie auf der Vorschlagsliste der UNESCO für das Welterbe.
Besuchen kannst du sie laut Tourismusbehörde von 8 bis 18 Uhr. Innen ist sie klein und schlicht, mit einer Gebetsnische, dem Mihrab, die die Richtung nach Mekka anzeigt. Sie ist ein Gebetsort, plane deinen Besuch deshalb außerhalb der Gebetszeiten. Zieh vor dem Eingang die Schuhe aus, trag Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, und nimm als Frau ein Tuch für das Haar mit. Eine offizielle Kleiderordnung nennt die Tourismusbehörde nicht. Hinter der Moschee führt ein kurzer Weg zu alten Wachtürmen auf dem Hügel, von dort siehst du über die Küste.
Fujairah Fort und die Altstadt
Das Fujairah Fort steht auf einem Hügel in der Altstadt, etwa 20 Meter über dem Meer und rund drei Kilometer von der Küste entfernt. Die Anlage mit ihren Türmen aus Lehm und Stein ist restauriert. Geöffnet ist es von 8 bis 18 Uhr, einen Eintrittspreis nennt die offizielle Seite nicht. Rund um das Fort liegen Reste der alten Siedlung und Palmengärten. Für Fort und Umgebung reicht eine Stunde, am besten am späten Nachmittag, wenn das Licht auf die Lehmmauern fällt.
Berge, Wadis und die Anmeldepflicht
Direkt hinter der Küste beginnen die Hajar-Berge, mit Wadis, kleinen Dörfern und Wanderwegen. Für Bergausflüge im Emirat Fujairah gilt laut Auswärtigem Amt eine Anmeldepflicht, etwa per Code am Beginn des Wanderwegs. Wer sich nicht anmeldet oder andere Regeln für den Bergsport verletzt, riskiert ein Bußgeld von 50.000 AED (Stand November 2026). Das ist kein Detail, sondern ein echter Grund, vor jeder Tour nachzusehen, wie die Anmeldung funktioniert.
Seit 2026 ist Wadi Wurayah das erste Naturerbe der VAE auf der UNESCO-Liste, ein Bergtal mit Wasserläufen und einem bekannten Wasserfall. Der Zugang ist als Schutzgebiet geregelt, prüfe vorab, welche Bereiche offen sind. In jedem Wadi gilt: Bei Regen oder Unwetterwarnung sofort raus, denn Sturzfluten kommen schnell und ohne Vorwarnung, vor allem im Winter.
Typischer Fehler: Spontan einem Pfad in ein Tal folgen, weil er auf der Karte gut aussieht. Ohne Anmeldung kann das in Fujairah teuer werden, und ohne Wetterblick gefährlich.
Wie lange bleiben und wo wohnen?
Zwei bis drei Nächte sind für die Ostküste das richtige Maß: ein Tag zum Schnorcheln, ein Tag für Moschee, Fort und Berge, ein halber Tag zum Ausruhen. Die Strandresorts im Norden bei Al Aqah sind auf Badeurlaub ausgelegt, viele mit eigenem Riff vor der Tür. In Fujairah-Stadt wohnst du einfacher und günstiger und bist schneller in den Bergen.
Die beste Reisezeit ist Oktober bis April, im Sommer ist es an der Küste heiß und schwül. Die Ostküste passt gut zu einer Route mit Ras Al Khaimah im Norden oder dem Bergort Hatta auf dem Weg zurück nach Dubai. Wer das Kulturemirat nebenan kennenlernen will, findet alles bei Sharjah, den Vergleich aller Emirate im Überblick über die Emirate.
Häufige Fragen
Wie sicher ist Fujairah im Moment?
Eine eigene Bewertung geben wir nicht. Das Auswärtige Amt rät mit Stand 6. November 2026 von nicht notwendigen Reisen in die VAE ab, und das gilt für das ganze Land, Fujairah eingeschlossen. Strandsperrungen nennt das Amt für Fujairah nicht, wohl aber für Sharjah, zu dem auch Orte an der Ostküste gehören. Von Bootstouren nach Musandam rät es ab. Lies vor der Reise die aktuellen Hinweise.
Wie lange dauert der Transfer von Dubai nach Fujairah?
Mit dem Zug von Etihad Rail laut Visit Abu Dhabi rund 69 Minuten, plus Wege zu den Bahnhöfen. Mit dem Auto oder Taxi rechnest du je nach Ziel an der Küste mit anderthalb bis zwei Stunden über die Berge. Zu den Resorts im Norden um Al Aqah dauert es länger als in die Stadt Fujairah. Viele Hotels bieten Transfers an.
An welchem Meer liegt Fujairah, und an welchem Dubai?
Dubai, Abu Dhabi und Sharjah liegen am Persischen Golf, den man in den Emiraten Arabischen Golf nennt. Fujairah liegt auf der anderen Seite der Halbinsel am Golf von Oman, der direkt in den Indischen Ozean übergeht. Das Wasser ist dort meist bewegter und klarer, mit Korallen und Felsküsten.
Kann ich von Dibba eine Dhau-Fahrt nach Musandam machen?
Dhau-Touren in die Fjorde von Musandam starten oft in Dibba, weil die omanische Exklave direkt nördlich beginnt. Das Auswärtige Amt rät mit Stand November 2026 aber von Reisen nach Musandam ab, wegen der Nähe zur Straße von Hormus im Iran-Konflikt. Solange dieser Hinweis gilt, bleibst du besser auf emiratischer Seite und schnorchelst vor der Küste von Fujairah.




